MEDIZIN

Kongressbericht: Prävention durch Bewegung und Sport

Dtsch Arztebl 2002; 99(9): A-577 / B-470 / C-442

Hoffmann, Gerd

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Der präventive Einfluss von Sport und körperlicher Aktivität auf den gesunden und kranken Organismus war Gegenstand des 37. Deutschen Kongresses für Sportmedizin und Prävention der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Mit circa 12 000 Mitgliedern
ist die DGSP die größte wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaft in Deutschland. Der Kongress wurde vom Thüringer Sportärztebund (Karl-Hans Arndt, Eberhard Greiner) und dem Lehrstuhl für Sportmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgerichtet und fand, erstmals in Zusammenarbeit mit dem Verband Österreichischer Sportärzte und der Schweizerischen Gesellschaft für Sportmedizin, vom 26. bis 30. September 2001 im Kongresszentrum in Rotenburg an der Fulda statt. Auf die überragende Bedeutung von Bewegung und Sport für die gesamte Bevölkerung sowohl in der sozialen und integrativen Funktion als auch zur Gesunderhaltung verwiesen Volker Bouffier, Minister des Inneren und für Sport des Landes Hessen, sowie Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB) und Hans-Hermann Dickhuth, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.
Zahlreiche erwünschte Wirkungen von Sport und Bewegung, wie beispielsweise Aufrechterhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gehirns, positive Effekte auf das Immunsystem, den Sauerstofftransport, den Stoffwechsel und die Wirbelsäule, sowie Grundmechanismen, wie zum Beispiel Anpassung an Belastungen und die Wiederherstellung nach Belastung (Regeneration), wurden auf dem Kongress beschrieben. Darüber hinaus können bestimmte körperliche Aktivitäten gezielt bei chronischen Erkrankungen (arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus) als Therapie eingesetzt werden.
Sportmedizin aus historischer Sicht
In seinem medizinhistorischen und zugleich Wertmaßstäbe und Perspektiven aufzeigenden Vortrag über „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der deutschen Sportmedizin“ referierte der Vorsitzende des Kongresskomitees Paul E. Nowacki, Gießen, über den Beginn des modernen Sports in Griechenland (bereits Hippokrates empfahl seinen Patienten Gehen, Laufen, Reiten und Gymnastik), die Geburtsstunde der organisierten deutschen Sportmedizin 1912 in Oberhof in Thüringen, die Gründung der „Deutschen Hochschule für Leibesübungen“ in Berlin und des weltweit ersten „Universitätsinstituts für Körperkultur“ in Gießen 1920, die Neugründung des Deutschen Sportärztebundes 1950, den Weltkongress für Sportmedizin 1966 in Hannover und die Wiedervereinigung. Nowacki drückte seine Hoffnung aus, dass die dem Wohl des sporttreibenden Menschen verpflichtete Sportmedizin – nach bereits langjähriger Verankerung in den sportwissenschaftlichen Studiengängen – angesichts der unbestrittenen Bedeutung der Prävention durch körperliche Aktivität auch in der Humanmedizin fester integraler Bestandteil wird und gerade durch Spiel und Sport eine friedvolle Zukunft erreicht werden kann.
Effekte von Bewegung auf Gehirnfunktionen
In einem beeindruckenden Vortrag sprach Wildor Hollmann, Köln, Ehrenpräsident des Weltverbandes für Sportmedizin (FIMS) und der DGSP, über „Gehirn – Geist – Psyche – körperliche Aktivität“. Das Gehirn des Menschen, so Hollmann, stellt aus heutiger Sicht die komplexeste Struktur des Universums dar und zeichnet sich unter anderem durch abstraktes Symboldenken und zukunftsorientiertes Handeln aus. Aus wissenschaftlicher Sicht dominiert heute die Auffassung, Geist und Gehirn als eine Einheit zu sehen (monistische versus dualistische Theorie). Beeindruckend ist unter anderem das Zusammenspiel zwischen Verstand und Gefühl. Ein dem Gehirn innewohnendes Belohnungsprinzip sichert den Überlebenswillen des Menschen und gibt einen Rhythmus für das Alltagsleben vor. Hochkomplexe Verschaltungen der Nervenzellen ermöglichen die Bewertung (mit positiven oder negativen Gefühlen) des Erlebten in einem Zusammenspiel von circa 100 Milliarden Neuronen und bilden auch die Grundlage für unser Bewusstsein. Den stärksten Reiz für die Erhaltung von Nervenzellen und für den Ausbau und Erhalt ihrer Funktionsfähigkeit, insbesondere durch das Knüpfen vielfältiger Synapsen untereinander, stellt die Bewegung dar: Körperliche Aktivität ist der entscheidende Faktor, Alterungsprozessen im Gehirn mit Minderung der Zahl der Synapsen entgegenzuwirken. Das Gehirn des Menschen zeigt auch deutliche Geschlechtsunterschiede, die Männern und Frauen jeweils geschlechtstypische besondere Fähigkeiten (zum Beispiel bessere rhetorische Fähigkeiten bei Frauen, ausgeprägteres räumliches Auffassungsvermögen bei Männern) verleihen, die aber in komplexer Weise auch von Hormonkonzentrationen abhängen. Körperliche Aktivität steigert – erstmals in Untersuchungen von Hollmann gezeigt – die regionale und globale Hirndurchblutung und auch den Gehirnstoffwechsel bei moderater körperlicher Aktivität um circa 30 Prozent. Körperliche Aktivität verbessert über Änderungen des Stoffwechsels die Stimmung und mindert über die Produktion von Endorphinen im Gehirn die Schmerzempfindung.
Auswirkungen auf den Bewegungsapparat
Ein normales Gelenk, das über gelenkschützende Faktoren wie optimale Achsenstellung, gute Kongruenz der beiden miteinander in Wechselwirkung tretenden Knorpelgelenkflächen, gute Stabilität und gute neuromuskuläre Steuerung (Zuggurtung zur optimalen Druckverteilung im Gelenk) verfügt, ist – von einer akuten Verletzung durch äußere Gewalteinwirkung abgesehen – nicht durch eine Arthrose gefährdet, erklärte Henning Stürz, Gießen. Bei der genannten günstigen Ausgangslage führt Sport unter gelenkschonenden Randbedingungen auch im größeren Umfang (zum Beispiel tägliches mehrstündiges Laufen) nicht zur Arthrose. Kann jedoch die Kraft nicht gleichmäßig über die Gelenkfläche verteilt werden, sind langfristig durch lokale Überschreitung der Belastbarkeit Schädigungen des Knorpels möglich. Entsprechend steigt durch Gelenkfehlstellungen, Fehlbildungen in der Gelenkform, Übergewicht, Gelenkverletzungen und zunehmendes Alter die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose. So führen Meniskusschäden über die Störung der flächigen Druckverteilung häufig zu Arthrosen. Deshalb sollte aus heutiger Sicht ein Meniskus nicht entfernt, sondern – wenn möglich – erhalten werden (zum Beispiel durch eine Meniskusnaht-Operation). Auch bei bestimmten gelenkbelastenden Sportarten können auf Dauer die Belastungsgrenzen immer wieder überschritten werden. Ganz extrem geschieht dies zum Beispiel beim Gewichtheben, aber auch Fußballspieler haben ein erhöhtes Gonarthroserisiko. „Das Gelenk lebt von der Bewegung und freut sich über die richtigen Bewegungen“, stellte Stürz fest. Daher sollte auch bei einer bereits eingetretenen Arthrose ein gewisses Maß an Bewegung (mit möglichst wenig Belastung) durchgeführt werden. Besonders geeignet sind Sportarten wie Schwimmen, Aquajogging, Radfahren, Gymnastik, Wandern und Skiwandern. Auch im Zeitalter der Knorpeltransplantation, die aus Sicht von Stürz nur einen Ersatzknorpel darstellt, gilt: Ein einmal geschädigter Knorpel ist bis heute nicht vollständig wieder herstellbar. Entsprechend sind die Vermeidung von Gelenkverletzungen und Gelenkschäden sowie eine gute Bewegungskoordination die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen Arthrose.
„Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz!“ Mit diesen Worten begann Kurt Tittel, Leipzig, seinen Vortrag über die Belastbarkeit der Wirbelsäule aus funktionell anatomischer und sportmedizinischer Sicht. Die zunehmende Lebenserwartung bei zumeist muskulärer Unterforderung (mit Abnahme von Skelettmuskelmasse und damit Muskelkraft), bei der an sich ein hohes Maß an Haltearbeit benötigenden Wirbelsäule des Menschen (Kompromiss aus Flexibilität und Stabilität bei nur Zwei-Punkt-Unterstützung im Gegensatz zur Vier-Punkt-Unterstützung in der Tierwelt) begünstigt das Auftreten involutiver Vorgänge an der Wirbelsäule (Zwischenwirbelscheiben, Wirbelkörper, Intervertebralgelenke). Die Folgen sind Insuffizienz und Instabilität der Bewegungssegmente und häufige Rückenschmerzen als Ausdruck eines Missverhältnisses zwischen Belastung und Belastbarkeit. Grundsätzlich sollte die Skelettmuskulatur ausreichend trainiert werden.
Sportphysiologie
Sue Hopkins, San Diego, USA, erklärte, wie beim Menschen im Höchstleistungsbereich die Lunge leistungslimitierend werden kann. Belastungsinduzierte pulmonale Hypertonie (EIPH) und pulmonales Ödem sowie belastungsinduzierte arterielle Hypoxie (EIAH) (durch eine Diffusionsbegrenzung noch unbekannter Genese) können auch außerhalb des bekannten belastungsinduzierten Asthmas (EIA) auftreten.
Über die Aktivierung der Blutgerinnung und Fibrinolyse durch körperliche Belastung referierte Peter Bärtsch, Heidelberg. Moderate körperliche Belastung (eine Stunde bei 60 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz) führt zu einer (präventiv erwünschten) Aktivierung der Fibrinolyse ohne Aktivierung der Blutgerinnung. Auch bei intensiver körperlicher Belastung (90 Prozent der maximalen Herzfrequenz) bleibt die Gerinnungshomöostase durch parallele Aktivierung von Blutgerinnung und Fibrinolyse erhalten. Bei Protein-C-Mangel oder Einnahme von Ovulationshemmern der dritten Generation wird allerdings bei der Hälfte der Probanden die belastungsinduzierte Aktivierung der Blutgerinnung verstärkt.
Den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und koronarer Vasomotion bei kardiovaskulären Erkrankungen erläuterte Rainer Hambrecht, Leipzig. Während eine ungewohnte Akutbelastung das Myokardrisiko versechsfacht, korreliert langfristig moderates Ausdauertraining invers mit dem kardiovaskulären Risiko im Sinne einer Risikominderung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Körperliche Aktivität verbessert die koronare Endothelfunktion (vermehrte Expression der endothelialen Stickstoffmonoxid-Synthase cNOS und der extrazellulären Superoxiddismutase ecSOD) und führt über die damit verbesserte endothelabhängige Vasodilatation zu einer Verbesserung der koronaren Flussreserve ohne Änderung des basalen Gefäßdurchmessers.
Qualitätssicherung
In der Session der Schweizerischen Gesellschaft für Sportmedizin berichtete Markus Tschopp, Magglingen, Schweiz, über Qualitätssicherung in der Schweizer Sportmedizin. Dort besteht ein mehrstufiges Konzept aus Primärversorgern, fünf Swiss Olympic Centern und einem Qualitätssicherungskonzept, das einen personenbezogenen Qualitätsausweis Sportmedizin (der deutschen Zusatzbezeichnung Sportmedizin vergleichbar) und Qualitätsstandards (als Formular und als Richtlinie, auch im Internet) sowie Realisierungen der Implementierung enthält. Ein Erfahrungsaustausch mit der parallel erfolgten Leitlinienentwicklung in Deutschland erscheint hier sinnvoll.
Therapie mit wassergefilterter Wärmestrahlung
Eine innovative Entwicklung im Zusammenhang mit Wärme und Bewegung ist die Anwendung wassergefilterter
Infrarot-A-Strahlung (wIRA, spezielle Wärmestrahlung). Die Wasserfilterung ist der Filterung der Sonnenstrahlung durch Wasserdampf in der Erdatmosphäre nachempfunden. Im Gegensatz zur eher stechend und brennend empfundenen Wärmestrahlung gewöhnlicher Rotlichtlampen wird die Sonnenwärme in gemäßigten Breiten – im Gegensatz zur Wüste – aufgrund der Filterung der Sonnenstrahlung durch den Wasserdampf in der Erdatmosphäre als angenehm und wohlig wärmend empfunden. Durch diese Filterung werden die Strahlungsanteile (Wasserbanden innerhalb des Infrarot A sowie das gesamte Infrarot B und C) weitgehend herausgefiltert, die lediglich zu einer Belastung der obersten Hautschicht führen. Dieser Filtereffekt des Wassers wird in speziellen Wärmestrahlern mit Wasserfilter ausgenutzt, um eine tiefenwirksame, als angenehm empfundene Gewebeerwärmung zu erreichen. Diese ermöglicht im Gewebe größere Temperatursteigerungen als die Anwendung von Fango bei gleichzeitig wesentlich kleinerer Temperaturbelastung der Hautoberfläche. In einer randomisierten Studie zur Verbesserung der Regeneration durch lokale Hyperthermie mittels wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) von Gerd Hoffmann, Mitglied im Kongresskomitee, Frankfurt am Main, konnte mit derartigen Strahlern gezeigt werden, dass die Befindlichkeit nach einer ausbelastenden Ergometrie durch 20 Minuten Bestrahlung der Oberschenkelmuskulatur erstaunlicherweise wieder bis auf das Ausgangsniveau verbessert werden kann. Demgegenüber wurde in einer Kontrollgruppe mit Ausruhen ohne Bestrahlung nur die Hälfte der Wiederherstellung in der gleichen Zeit erreicht. Auch war der Leistungsabfall in einer sich nach den 20 Minuten anschließenden zweiten Ergometrie in der wärmebestrahlten Gruppe kleiner als in der Kontrollgruppe. Die neue Bestrahlungsform kann sowohl präventiv (zum Beispiel zur Unterstützung des Aufwärmens der Muskulatur) und zur Regeneration nach Belastung als auch therapeutisch - zum Beispiel in der Physiotherapie (als anwendungsfreundlichere und kontaktfreie Wärmeanwendungsform im Vergleich zu Fango oder feucht warmen Wickeln) – eingesetzt werden. Auch andere Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel die Unterstützung der Wundheilung, sind bereits belegt.
Prävention und Therapie der koronaren Herzkrankheit
Ingeborg Siegfried, Biebertal, führte aus, dass Rauchen bei Frauen den Östrogenspiegel senkt, sodass der Östrogenschutz vor einer koronaren Herzkrankheit wegfällt und somit durch Rauchen gerade bei Frauen das Risiko einer koronaren Herzkrankheit steigt. Konsequenz für die Bevölkerung sollte deshalb – für Frauen und Männer – striktes Nichtrauchen und ausreichende körperliche Aktivität sein.
Über moderne Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit als Voraussetzung für eine erfolgreiche Sekundärprävention berichtete Christian Vallbracht, Rotenburg an der Fulda. Auch im Zeitalter von MRT und Elektronenstrahltomographie hat die Koronarangiographie zur Diagnostik einer koronaren Herzkrankheit nach wie vor überragende Bedeutung. Nach moderner Auffassung sollten innerhalb der Therapie der koronaren Herzkrankheit Gefäßverschlüsse – auch wenn sie scheinbar nicht von entscheidender Bedeutung für die Sauerstoffversorgung von intaktem Myokard erscheinen – im Hinblick auf die weitere Prognose des Patienten durch geeignete Methoden, wie zum Beispiel die Herzkatheter-Ballondilatation, unbedingt wieder eröffnet werden.
Martin Unverdorben, Rotenburg an der Fulda, ging der Frage nach, ob Golf ein geeigneter Sport für Herzpatienten ist, und kam zu dem Ergebnis, dass Herz-Kreislauf-Patienten – nach geeigneter Voruntersuchung – Golf mit einem ausreichenden Trainingseffekt und ohne ein zusätzliches Herzrisiko sogar im Rahmen von Turnieren zusammen mit gesunden Golfspielern ausüben können. Dieter Jeschke, München, ergänzte, dass Golf aber nicht als eine Aufgabe der Herzsportgruppen anzusehen ist.
Peter Schmid, Bad Schallerbach, Österreich, Präsident des Verbandes Österreichischer Sportärzte, referierte über den Stellenwert der Bewegungstherapie in der Primär- und Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit. Mit zunehmendem Alter wird der Vorteil körperlich aktiver Menschen gegenüber inaktiven im Hinblick auf das Erkrankungs- und auch das Sterberisiko immer deutlicher: Der Vorteil von körperlicher Aktivität, Spiel, Sport und Bewegung ist mittlerweile durch zahlreiche international anerkannte Studien belegt. So bringt ein Mehrverbrauch von 2 000 Kilokalorien pro Woche den besten Nutzen, aber auch bereits kleinere Aktivitätsumfänge sind vorteilhaft. Körperliche Aktivität und Nichtrauchen bewirken dabei die größten Abnahmen eines Gesundheitsrisikos (Abnahmen um 45 bis 60 Prozent). Insbesondere ein moderat betriebenes Ausdauertraining zeigt günstige Auswirkungen, wie Steigerung der Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit, Abbau eines Übergewichts, Senkung erhöhter Blutdruckwerte und Senkung erhöhter Cholesterinwerte. Liegt bereits eine koronare Herzkrankheit vor, so sind Änderungen des Lebensstils mit körperlicher Aktivität, Ernährungsumstellung und Entspannung vorteilhaft. Selbst bei Patienten mit Herzinsuffizienz lässt sich mit einer Bewegungstherapie die Lebensqualität verbessern und Mortalität und Zahl der Kranken­haus­auf­enthalte deutlich senken.
Weitere Themen
Mit beeindruckenden Bildern berichtete Valery Polyakov, Russland, der mit 438 Tagen die bisher längste Zeit eines Menschen im Weltraum verbrachte, über das Leben im Weltraum und betonte dabei die wichtige Rolle regelmäßigen körperlichen Trainings (mit täglich mindestens zwei Stunden Training auf dem Laufband, dem Fahrradergometer oder in Form von Zugübungen an Gummibändern) zur Aufrechterhaltung der Gesundheit und Fitness unter diesen Extrembedingungen.
Präsentation von Taekwondo als asiatischer Kampfkunst mit Koordinationsschulung
Präsentation von Taekwondo als asiatischer Kampfkunst mit Koordinationsschulung
Eine Betrachtungsweise von Taekwondo, die die üblichen Vorstellungen über diese Sportart korrigiert, vermittelte Europas jüngster Schwarzgürtelträger des 4. Dans, Christian Senft (rechts in der Abbildung). Er präsentierte Taekwondo als asiatische Kampfkunst mit Elementen der Körperbeherrschung und Koordinationsschulung, wie sie bis ins Seniorenalter (auch zum Beispiel zur Sturzprävention) gelehrt werden können.
In einem Fußballtrainer- und Mannschaftsärztesymposium mit dem Thema: „Fußballnationalmannschaft 2012 – Entwicklung aus trainingswissenschaftlicher und sportmedizinischer Sicht“ wurde die Bedeutung einer systematischen langfristig angelegten Jugendarbeit seitens der Vereine, begleitet von sportmedizinischer Beratung, dargelegt. Aus sportmedizinischer Sicht erläuterte Wilfried Kindermann, Saarbrücken, moderne Leistungsdiagnostik im Fußballsport. Im deutschen Fußball muss neben der Ausdauer auch vor allem Sprintvermögen trainiert werden, um sportartspezifisch ein ausgewogenes Verhältnis beider Qualitäten zu erhalten. Gerade für eine gute Leistungsfähigkeit sind zudem ausreichend Pausen zur Regeneration zwischen den Trainingseinheiten notwendig.
Der nächste Deutsche Kongress für Sportmedizin und Prävention findet vom 26. bis 29. September 2003 in Potsdam statt.

Weitere Informationen im Internet unter www.sportmedizinkongress.de und www.dksp2001.de

Die Zusammenfassungen aller Beiträge liegen in einem 124 Seiten umfassenden Sonderheft der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin vor (2001; 52: Sonderheft: 7–8).

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Gerd Hoffmann
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Institut für Sportwissenschaften
Ginnheimer Landstraße 39
60487 Frankfurt am Main

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