ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Bundesausschuss: Richtlinien geändert

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Bundesausschuss: Richtlinien geändert

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LNSLNS Bestimmte Sondennahrungen sowie künstliche Befruchtung mittels ICSI müssen die Kassen zahlen.
Der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen präzisierte am 26. Februar die Arzneimittel-Richtlinien zur Verordnungsfähigkeit von Krankenkost. Diese ermöglichen jetzt die Anreicherung von Elementardiäten und Sondennahrung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sowie eine kurzfristige Verwendung von hypokalorischen Produkten zum Kostaufbau. Neu verordnungsfähig sind eiweißhochhydrolysierte Elementardiäten bei Säuglingen mit Kuhmilch-Eiweißallergien bei schwerwiegender Symptomatik. Künstliche Nahrung finanziert die GKV auch bei Erkrankungen mit Gewichtsverlust infolge kataboler Stoffwechsellage über mehrere Monate, die zu einem Bodymass-Index unter 18,5 führen, jedoch nicht bei Mangelernährung (Weiteres auf Seite eins in diesem Heft).
Die künstliche Befruchtung mittels Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) wird Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Dies beschloss der Bundesausschuss ebenfalls in seiner Sitzung am 26. Februar. Er korrigierte damit seine Entscheidung von 1997. Damals konnte ein erhebliches Fehlbildungsrisiko bei durch ICSI gezeugten Kindern nicht ausgeschlossen werden. Eine an der Universität Lübeck durchgeführte Studie widerlegte jetzt diese Ansicht.
Die Aufnahme der Positronen-Emissions-Tomographie als vertragsärztliche Leistung zulasten der GKV lehnte der Bundesausschuss ab.

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