ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Enquetekommission: Mehrheitlich gegen PID

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Enquetekommission: Mehrheitlich gegen PID

Dtsch Arztebl 2002; 99(10): A-600 / B-488 / C-460

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Margot von Renesse. Foto: dpa
Margot von Renesse. Foto: dpa
16 Mitglieder gegen Zulassung einer „selektiven Untersuchungsmethode“
Die Bundestags-Enquetekommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“ lehnt die Präimplantationsdiagnostik (PID) ab. Das bestätigte die Kommissionsvorsitzende Margot von Renesse (SPD) letzte Woche in Berlin. Bei der abschließenden Beratung am 25. Februar sprachen sich 16 Mitglieder der Kommission dafür aus, das bestehende Verbot von PID beizubehalten. Drei Kommissionsmitglieder halten Renesse zufolge eine Zulassung in bestimmten Einzelfällen für zulässig. Die detaillierten Empfehlungen zur PID gehen in ein eigenes Kapitel im Schlussbericht der Enquetekommission ein. Dieser wird voraussichtlich im Mai oder Juni veröffentlicht. Die Bundesvereinigung „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ begrüßte das Votum der Enquetekommission. Es handele sich um eine „selektive Untersuchungsmethode“, betonte der Vorsitzende der Bundesvereinigung, Robert Antretter. Die Enquetekommission sprach sich auch für eine „Einschränkung der ausgeuferten Praxis der Pränataldiagnostik und der Spätabtreibungen aus“, teilte deren stellvertretender Vorsitzender, Hubert Hüppe (CDU), mit.
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