ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Reproduktionsmedizin - Zwischen Trauma und Tabu: Wohlergehen der Paare im Vordergrund
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LNSLNS Seit gut 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema der Reproduktionsmedizin, das heißt mit der Kinderlosigkeit von Mann und Frau. Dabei ist natürlich die Patientin und ihr Partner stets im Mittelpunkt der Diskussion. Alle wissenschaftlichen, klinischen, psychischen und ethischen Diskussionen drehen sich letztlich nur um die Patientin. . . .
Medizinische und rechtliche Fakten sowie alle dabei entstehenden menschlichen Belange müssen von unseren Reproduktionsmedizinern immer berücksichtigt werden. Die Worte von Frau Dr. Magda Telus sehe ich als Beleidigung an und darf nur entgegnen, dass jede ärztliche Behandlung zusammen mit Biologen und Genetikern immer mit Einwilligung der Patientin und des Partners im gemeinsamen Gespräch mit beiden durchgeführt wird. Auf alle Risiken und Gefahren wird in unseren Aufklärungsbroschüren und in den täglichen Gesprächen ausführlich hingewiesen. Es handelt sich gerade bei der reproduktionsmedizinischen Behandlung um eine ständige lebendige Diskussion mit der Patientin, um deren Wohl es geht. . . .
Glücklicherweise hält die Reproduktionsmedizin mit der modernen technischen und medizinischen Entwicklung Schritt und ermöglicht, den Fortschritt für unsere Patienten einzusetzen. Jede medizinische Behandlung hat auch Risiken, die wir kennen, mit den Patienten diskutieren und zu vermeiden versuchen.
Leider ist dies nicht immer möglich. Eine psychotherapeutische Behandlung innerhalb der reproduktionsmedizinischen Behandlung bieten wir den Patientinnen an, damit sie bessere Chancen zur Erfüllung des Kinderwunsches haben. Natürlich versuchen wir, den Erfolg zu verbessern und die Not und das Leid vieler Kinderwunsch-Paare zu vermindern.
Prof. Dr. med. Liselotte Mettler,
Universitäts-Frauenklinik Kiel,
Michaelisstraße 16, 24105 Kiel
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