ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Kaugummi gegen Sodbrennen

MEDIZIN: Referiert

Kaugummi gegen Sodbrennen

Dtsch Arztebl 2002; 99(10): A-651 / B-527 / C-498

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LNSLNS Bei der gastroösophagealen Refluxkrankheit versucht der Organismus, durch eine vermehrte Speichelproduktion die Säurelast in der Speiseröhre zu reduzieren. Diese physiologische Hypersalivation kann durch das Kauen von Kaugummi verstärkt werden. Die Autoren untersuchten den Einfluss von Gehen und von Kaugummikauen auf den postprandialen gastroösophagealen Reflux bei zwölf Refluxpatienten und 24 gesunden Kontrollen. Bei jedem Teilnehmer wurde eine pH-Metrie über fünf Stunden an drei separaten Tagen durchgeführt. Die Nahrungsaufnahme induzierte sowohl bei den Patienten mit Refluxkrankheit als auch bei den gesunden Kontrollpersonen einen gastroösophagealen Reflux. Das Kaugummikauen für eine Stunde postprandial reduzierte die Säurelast der Speiseröhre bei Gesunden und Refluxkranken, wobei der Effekt bei den Refluxkranken stärker ausgeprägt war. Während der positive Effekt des einstündigen Kaugummikauens bis zu drei Stunden anhielt, war ein positiver Einfluss eines einstündigen Gehens nur bei Patienten mit Refluxkrankheit nachweisbar, allerdings nur für kurze Zeit. w

Avidan B, Sonnenberg A, Schnell TG et al.: Walking and
chewing reduce postprandial acid reflux. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15: 151–155.

Dr. A. Sonnenberg, Gastroenterology Section, Veterans
Affairs Medical Center, 2100 Ridgecrest Drive SE, Albuquerque, NM 87108, USA.

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