ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Reduktion des Barrett-Ösophagus mit PPI?

MEDIZIN: Referiert

Reduktion des Barrett-Ösophagus mit PPI?

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LNSLNS Berichte über die Rückbildung einer Zylinderzellmetaplasie der Speiseröhre sind zurückhaltend zu interpretieren, gleichgültig ob es sich um Erfolgsmeldungen unter einer PPI-Therapie oder nach Fundoplicatio handelt. Bekannt ist, dass sich unter einer antisekretorischen Therapie Plattenepithelinseln im Zylinderepithel bilden. Möglicherweise ist die Situation anders, wenn man die antisekretorische Therapie individuell gestaltet unter pH-Monitoring. Neun Patienten wurden mit zweimal 20 mg Omeprazol oder zweimal 30 mg Lansoprazol morgens und Ranitidin zur Nacht so eingestellt, dass im 24-Stunden-pH-Profil nur weniger als 1,6 Prozent der Messzeit unter pH 3 lagen. Alle Patienten zeigten eine Rückbildung des Zylinderepithels um durchschnittlich 2 cm, bei sechs der Patienten waren darüber hinaus Plattenepithelinseln in der Zylinderzellmetaplasie nachweisbar. Die Nachbeobachtungszeit betrug 54 Monate. Allerdings erlaubt die kleine Fallzahl noch keine allgemein verbindlichen Therapierichtlinien. Diese müssen noch in einem größeren Patientenkollektiv erarbeitet werden. w

Srinivasan R, Katz PO, Ramakrishnan A et al.: Maximal acid reflux control for Barrett’s oesophagus: feasible and effective. Aliment Pharmacol Ther 2001; 15: 519–524.

Dr. P. O. Katz, Graduate Hospital, Suite 501, 1800 Lombard Street Pepper Pavilion, Philadelphia, PA 19146, USA.

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