ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2002Notfallmedizin: Beatmungsgeräte für vielfältigen Einsatz

VARIA: Technik

Notfallmedizin: Beatmungsgeräte für vielfältigen Einsatz

Dtsch Arztebl 2002; 99(10): A-660 / B-534 / C-528

Marx, Catrin

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Das Beatmungsgerät Alizée ist für den Extremeinsatz in der Wüste oder im Gebirge robust konstruiert. Werkfoto
Das Beatmungsgerät Alizée ist für den Extremeinsatz in der Wüste oder im Gebirge robust konstruiert. Werkfoto
Krankenhaus-Beatmungsgeräte werden bei der Anästhesie, der Reanimation und bei Notfall-Transporten von Kranken und Verletzten eingesetzt. Französische Industrieunternehmen haben unterschiedliche Beatmungsgeräte entwickelt – das Sortiment reicht von sich automatisch einstellenden Geräten für Operationszwecke bis hin zu transportierbaren Geräten für den Einsatz in extremer Umgebung.
Das Gerät „Horus“, ein kompaktes, 14 kg schweres Gerät zur Wiederbelebung (Firma TAEMA), war das erste, das eine nichtinvasive Beatmung mit Maske anbot. „Horus“ lässt sich wegen seiner langsamen Blasgeschwindigkeit an die Atmungsbedürfnisse des Patienten anpassen. Das Beatmungsgerät hat eine Reihe von Funktionen, sodass es sich auf alle möglichen Einsatzsituationen abstimmen lässt. Die Funktion wird über einen großen Tastbildschirm gesteuert. Auf zwei Bildschirmen werden die Funktion und Alarmsituationen angezeigt.
Das Beatmungsgerät „Félix“ bietet nicht nur verschiedene Beatmungsarten an, sondern kann die Beatmung auch automatisch den verschiedenen Anästhesiephasen anpassen, wodurch der Bedienungsaufwand auf ein Minimum reduziert wird. Da sich das Steuerpult um 270 ° ausrichten lässt, vereinfacht das Gerät die Arbeit des Operationsteams. Eine integrierte Bedienungshilfe minimiert die Gefahren einer falschen Bedienung oder einer Fehlinterpretation der Daten. Zur Ausstattung gehört ein großer Farbbildschirm.
Notfallbeatmungsgerät für Extrembedingungen
Zwei Geräte, die robust sind und wenig Platz beanspruchen und sich leicht bedienen lassen, sind „Osiris 2“ und „Alizée S 88“. TAEMA, das eine Unternehmen, hat durch Einsatz von Elektronik das Gerät verkleinert: Das 5 kg wiegende Modell „Osiris 2“ verfügt über eine Hilfsvorrichtung zur spontanen Beatmung und ist für eine nichtinvasive Beatmung mit Maske anwendbar. Das Gerät kann zehn Stunden lang unabhängig vom Stromnetz arbeiten und dabei dem Patienten einen Liter Sauerstoff in der Minute zuführen.
GCL, der andere Hersteller, bietet das tragbare Notfallbeatmungsgerät „Alizée S 88“ an, das für den Einsatz unter extremen Bedingungen – beispielsweise in der Wüste oder im Gebirge – vorgesehen ist. Das Gerät ist einfach aufgebaut, es hat die Maße 270 mm × 180 mm × 120 mm, wiegt 1,8 kg und benötigt eine auf Flaschen basierende Sauerstoffversorgung mit einem Druck von 3,5 bar. Das Gerät ist so konstruiert, dass kein Sauerstoffverlust auftreten kann. Wegen der einfachen Mechanik ist der Wartungsaufwand minimal, nur die Batterien für die Alarmvorrichtung müssen regelmäßig geladen werden. Sie haben eine Haltbarkeit von sechs Monaten bis zwei Jahren. Die Druckzelle hat eine Garantiezeit von fünf Jahren.
Hersteller: TAEMA, 6 rue Georges Besse – CE 80, F 92182 Antony Cedex
GCL, 15 Route du Mont Blanc Télématique, F 74100 Vetraz Monthoux. et
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