ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Schwangerenberatung: Kamphaus muss aussteigen

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Schwangerenberatung: Kamphaus muss aussteigen

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Kämpfte für den Verbleib in der Schwangeren-konfliktberatung: Franz Kamphaus. Foto: dpa
Kämpfte für den Verbleib in der Schwangeren-konfliktberatung: Franz Kamphaus. Foto: dpa
In Limburg dürfen keine Beratungsscheine mehr ausgestellt werden

Als letztes katholisches Bistum muss jetzt auch Limburg aus der Schwangerenkonfliktberatung aussteigen. Auf Anordnung von Papst Johannes Paul II. werden dort künftig keine Beratungsscheine mehr ausgestellt, kündigte der Limburger Bischof Franz Kamphaus an. Die Scheine sind Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung. Kamphaus war bisher gegen den Willen Roms im gesetzlichen System geblieben. Der 70-Jährige will trotz der jetzt getroffenen Entscheidung im Amt bleiben, zeigte sich aber tief betroffen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte, die jetzige Entscheidung würdige „das Zeugnis und den Dienst“ des Bischofs von Limburg für die Kirche und schaffe ein „einheitliches Vorgehen in der Beratung schwangerer, in Not geratener Frauen“. Die übrigen katholischen Bischöfe waren auf Weisung des Papstes bereits bis Ende 2000 aus der Schwangerenkonfliktberatung ausgestiegen. Der Vatikan hatte Kamphaus eine Frist bis zum Jahresende 2001 eingeräumt.

Kämpfte für den Verbleib in der Schwangerenkonfliktberatung: Franz Kamphaus. Foto: dpa

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