ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Korruptionsverdacht: Staatsanwälte ermitteln

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Korruptionsverdacht: Staatsanwälte ermitteln

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): A-672 / B-548 / C-516

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LNSLNS Ärzte sollen Geld von Pharmakonzern erhalten haben.

Für die Verwendung bestimmter Medikamente sollen Ärzte vor allem in den Jahren 1997 bis 1999 vom Pharmakonzern SmithKline Beecham Geldbeträge und andere Zuwendungen erhalten haben. Nach einem Bericht im „Westfalenblatt“ bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, dass derzeit gegen Krankenhausärzte in ganz Deutschland ermittelt werde. Es seien rund 1 000 Verfahren gegen Ärzte in mehreren Hundert Kliniken eingeleitet worden. Den Ärzten werde Vorteilsnahme und Bestechlichkeit vorgeworfen. Es soll sich dabei um Geldbeträge zwischen 1 000 und 3 000 DM, in Einzelfällen auch um höhere Summen handeln.
Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, warnte davor, vorschnell von einem Skandal zu sprechen. Noch gebe es nur Vermutungen und keine Urteile. Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, verwies auf „regelmäßig wiederkehrende Verunglimpfungs-Attacken des ärztlichen Berufsstands“.
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