ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Drogen: Umschlagplatz Internet

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Drogen: Umschlagplatz Internet

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): A-674 / B-550 / C-518

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LNSLNS UN-Drogenkontrollbehörde warnt vor Missbrauch.
Die UN-Drogenkontrollbehörde hat vor einem zunehmenden Missbrauch des Internets durch Drogendealer gewarnt. „Die Regierungen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Gefahren zu begrenzen, die die Globalisierung und neue Technologien mit sich bringen“, forderte die Behörde in ihrem Jahresbericht. Dieser belegt, dass Drogen vermehrt über das Internet verkauft werden, und Drogendealer und Online-Apotheker über private Chatrooms rezeptpflichtige Medikamente anbieten. Der Präsident der UN-Behörde, Prof. Hamid Ghodse, befürchtet, dass vor allem Jugendliche durch Drogendealer im Internet gefährdet sind. Außerdem würden Anleitungen für die Herstellung von Suchtmitteln sowie Tipps für die Umgehung staatlicher Kontrollen verbreitet. Ghodse forderte ein internationales Regelwerk zur Bekämpfung des Internet-Drogenhandels.
Als ermutigend bezeichnete die Behörde einzelstaatliche und internationale Erfolge im Kampf gegen die Hightech-Kriminalität. So haben Kanada, Großbritannien und die USA spezielle Polizei-Einsatzgruppen gegen Internet-Kriminalität eingerichtet. Die australische Bundespolizei hat ein Online-Ermittlungsmanagementsystem entwickelt.
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