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Dr. med. Leonhard Hansen, Zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Foto: Ärztekammer Nordrhein
Dr. med. Leonhard Hansen, Zweiter Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Foto: Ärztekammer Nordrhein
DÄ: Müssen auch die niedergelassenen Ärzte – wie die Patienten – verstärkt für die Darm­krebs­früh­erken­nung sensibilisiert werden?
Hansen: Wenn man sich die Teilnehmerzahlen von Frauen und Männern an der Krebsfrüherkennung ansieht, muss man das bejahen. Die zu erwartende Beschlussfassung im Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen sollte jedoch dazu führen, dass die neuen Möglichkeiten in Zukunft verstärkt genutzt werden.

DÄ: Hat das Engagement der Felix Burda Stiftung dazu beigetragen, die Beschlussfassung zur Darm­krebs­früh­erken­nung im Bundes­aus­schuss voranzutreiben?
Hansen: Die Beratungen im Bundes­aus­schuss über eine diesbezügliche Neufassung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinien sind schon länger im Gang, als dass eine direkte Einwirkung möglich gewesen wäre. Gleichwohl haben die Aktivitäten der Stiftung in den vergangenen Monaten den Entscheidungsprozess beschleunigt.

DÄ: Bei der zurzeit geltenden Regelung wird die unzureichende Honorierung der ärztlichen Leistung für den Okkultbluttest kritisiert. Steht mit der neuen Vereinbarung eine Änderung in Aussicht?
Hansen: Zum einen gilt es festzuhalten, dass es sich bei den neuen Leistungen um Präventionsmaßnahmen handelt, die extrabudgetär bezahlt werden; zum anderen gilt es nun, bei den Honorarverhandlungen auf Landesebene feste Punktwerte zu vereinbaren. Auf jeden Fall
ist die jetzige isolierte Bewertung des Okkultbluttests in Verbindung mit einer entsprechenden ärztlichen Beratungsleistung nicht ausreichend.

DÄ: Der Patient kann sich nun ein Stuhltest-Päckchen in der Apotheke kaufen und an den Hersteller zur Auswertung senden. Geplant sind auch Verteilaktionen an Großstadtbahnhöfen. Ist bei der Diagnose ärztliches Know-how entbehrlich?
Hansen: Die technische Auswertung der Teststreifen ist keine unmittelbare ärztliche Leistung. Die Befundmitteilung kann aber nur mit einem ärztlichen Beratungsgespräch verbunden sein.
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