ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Vergangenheit: Gegen Entehrung eintreten
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LNSLNS Den Stellungnahmen der Kollegen möchte ich mich vollinhaltlich anschließen. Insbesondere die Forderung des Kollegen Kober nach einer historischen Aufarbeitung der Arbeit der deutschen Ärzte während des Krieges in der Heimat und an der Front ist dringend zu unterstützen. Allerdings muss man dabei fordern, dass nicht dem Zeitgeist ergebene Historiker eine solche Aufarbeitung unternehmen. Es ist kennzeichnend, dass die diskriminierenden Behauptungen über das Verhalten deutscher Ärzte während der Zeit des Dritten Reiches und im Kriege umso häufiger werden, je mehr die Anzahl der Zeitzeugen abnimmt. Es ist unsere Pflicht als Angehörige der Erlebnisgeneration, gegen die Entehrung unserer inzwischen schon verstorbenen Kollegen einzutreten, die selbst nicht mehr in der Lage sind, sich zu wehren.
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Joachim Richter, Augustastraße 26, 02826 Görlitz
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