ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Präoperative Radiotherapie bei mesorektaler Exzision des Rektumkarzinoms sinnvoll?

MEDIZIN: Referiert

Präoperative Radiotherapie bei mesorektaler Exzision des Rektumkarzinoms sinnvoll?

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): A-708 / B-577 / C-543

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LNSLNS Sowohl eine präoperative Radiotherapie als auch eine vollständige Exzision des Mesorektums verbessern die Prognose beim Rektumkarzinom.
Die Autoren analysierten in einer Multicenterstudie an 1 861 Patienten, ob eine Kombination beider Verfahren die Prognose günstiger gestaltet als eine der beiden Varianten. Bei 924 Patienten wurde eine präoperative Strahlentherapie mit 5 Gy an fünf Tagen zusätzlich zur mesorektalen Exzision durchgeführt, bei 937 Patienten wurde auf die Strahlentherapie verzichtet. Die Überlebensrate nach zwei Jahren lag mit 82,0 beziehungsweise 81,8 Prozent in einem identischen Bereich. Bei den 1 748 Patienten, die makroskopisch eine vollständige lokale Resektion erhielten, lag die Rezidivrate nach zwei Jahren bei 5,3 Prozent. Allerdings war diese signifikant unterschiedlich zwischen beiden Gruppen, sie lag bei 2,4 Prozent bei Radiotherapie plus Operation und bei 8,2 Prozent bei der ausschließlich operierten Gruppe (p < 0,001).
Die Autoren kommen zu dem Schluss, das eine kurzfristige präoperative Strahlentherapie das Risiko eines Lokalrezidivs bei Patienten mit einem Rektumkarzinom signifikant zu reduzieren vermag, wenn eine standardisierte mesorektale Exzision durchgeführt werden soll. w

Kapitelijn E, van de Velde CJH and the Dutch Colorectal Cancer Group: Preoperative radiotherapy combined with total mesorectal excision for resectable rectal cancer.
N Engl J Med 2001; 345: 638–646.

Dr. C. J. H. van de Velde, Department of Surgery K6-R, Leiden University Medical Center, P.O. Box 9600, NL-2300 RC Leiden.

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