ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Die nichtalkoholische Steatohepatitis: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Die nichtalkoholische Steatohepatitis: Schlusswort

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): A-730 / B-593 / C-558

Dancygier, Henryk

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LNSLNS Den Beitrag von Herrn Meyer zu Schwabedissen habe ich mit Interesse zur Kenntnis genommen. Seinen Ausführungen liegt offenbar eine jahrzehntelange Erfahrung mit den unterschiedlichen Formen der nichtalkoholischen Leberverfettungen zugrunde. Gleichwohl bedürfen einige Behauptungen eines kritischen Kommentars. Zwischen einer blanden Fettleber und einer NASH ist streng zu unterscheiden. Dies ist nur histologisch möglich. Eine palpatorisch vergrößerte Leber – Herr Meyer zu Schwabedissen führt das Beispiel gesunder Rekruten an – ist weder mit einer Fettleber noch mit einer NASH gleichzusetzen. Der Begriff „katarrhalische Hepatose“ hat keinen Eingang in die moderne Hepatologie gefunden. Es gibt bisher keine Hinweise dafür, dass die NASH Folge einer Virusinfektion oder einer Nahrungsmittelallergie ist. Die Anregung von Herrn Meyer zu Schwabedissen, in der Überschrift des Textkastens 2 nicht von „Ursachen“ auszugehen, nehme ich gerne auf. Sinnvoller wäre es in der Tat von „assoziierten Erkrankungen oder Konditionen“ zu sprechen.

Prof. Dr. med. Henryk Dancygier
Medizinische Klinik II
Klinikum Offenbach
Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Starkenburgring 66
63069 Offenbach
E-Mail: hdancygier@t-online.de

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