ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Brustkrebsfrüherkennung: Ergänzender historischer Hinweis
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LNSLNS Die Befunde der Tabelle 2 unter „Zahl der Geburten“ bestätigen die Ergebnisse der Arbeiten von Hosemann, damals Universitäts-Frauenklinik Göttingen und die eigener Arbeiten aus der Universitäts-Frauenklinik Erlangen.
Wie Hosemann fanden auch wir bei den Patienten mit Mammakarzinom statistisch signifikant mehr Frauen mit bis zu zwei Schwangerschaften – wobei wir Aborte nach dem dritten Monat in die Berechnung einschlossen – während beim Plattenepithelkarzinom der Portio uteri statistisch mehr Patienten mit drei und mehr Schwangerschaften (plus Aborte jenseits von mens III) gefunden wurden.
Die anderen malignen Tumoren des weiblichen Genitals ließen keine Korrelation zur Zahl der Schwangerschaften (plus Aborte) erkennen. Untersuchungen anderer Autoren zu Verbindungen zwischen dem sozialen Status, der Stillzeit und anderen Parametern ergeben letzten Endes – sofern diese Punkte mit berücksichtigt wurden – regelmäßig die bereits beschriebene Korrelation.
Insofern ist die seit geraumer Zeit zunehmende Häufigkeit des Mammakarzinoms bei gleichzeitigem Absinken des Plattenepithelkarzinoms der Portio uteri mit der Abnahme der Schwangerschaftshäufigkeit zu deuten, wobei in der Regel die Schwangerschaftsabbrüche unberücksichtigt bleiben können, da sie im Allgemeinen vor dem dritten Monat durchgeführt werden.

Literatur
1. Maurer HJ, Minder R: Statistischer Beitrag zur Frage des Follikelhormoneinflusses auf die Aetiologie des Mammakarzinoms. Seine Häufigkeit im Verhältnis zur Geburtenzahl. J Gynäkol 1958; 151: 247–266.

Prof. Dr. med. Hans-Joachim Maurer
Obere Flurstraße 11
Enzisweiler
88131 Bodolz
Die Autoren haben auf ein Schlusswort verzichtet

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