ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Kommunikation: IT-Branche wächst zusammen

VARIA: Technik

Kommunikation: IT-Branche wächst zusammen

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): A-736 / B-596 / C-561

Bantle, Frank; Hartwich, Inna

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Der Trend, Systeme weiter zu vernetzen, hält an.

Bei der diesjährigen CeBIT geht es sowohl bei den Anbietern von Hard- und Software als auch bei den Dienstleistern der Telekommunikation vor allem um das Thema „Integration“. Die größte Herausforderung besteht darin, nahtlose Prozesse zu organisieren, die den Informationszugang zu jeder Zeit und von jedem Ort aus ermöglichen. Dazu gibt es während der Messe Informationen über neue Entwicklungen.
Grenzenlose Kommunikation
Bei den Messe-News geht es vor allem um die Anpassung der Geschäftsprozesse an die Erfordernisse des Handels im Internet. Besonders in kleineren Betrieben ist ein Nachholbedarf zu verzeichnen: Zwar nutzen die Unternehmen in Deutschland zu rund 90 Prozent E-Mail-Funktionen, aber einen elektronischen Datenaustausch haben nur die wenigsten. Abhilfe versprechen die so genannten ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning). In den meisten Großunternehmen bereits eingeführt, müssen kleinere und mittlere Betriebe in diesem Bereich aufholen. So bietet ERP eine Gruppe von Standard-Modulen an, wie zum Beispiel Finanzbuchhaltung, Personalabrechnung, Produktionsplanung und Logistik, die mit einer Datenbank verbunden sind.
Die größte technische Herausforderung liegt in der Integration alter und neuer Anwendungen. Das gilt sowohl für die eigenen Systeme als auch in der Zusammenarbeit mit den Systemen der Zulieferer und Kunden. Denn der Kunde will persönlich bedient werden. Personalisierung bedeutet, den Inhalt einer Webseite so zu gestalten, dass der Kunde unabhängig von der Infrastruktur und vom Endgerät den größten Nutzen hat. Von den aktuellsten Nachrichten über Theateraufführungen bis hin zu Vortragsreihen neuester Forschungsergebnisse — das System des Anbieters sorgt beispielsweise dafür, dass beim Besuch eines Symposiums in einer Uniklinik gleichzeitig ein Restaurantvorschlag mit unterbreitet wird. Dabei hat sich das System die persönlichen Präferenzen des Nutzers „gemerkt“ und mitberücksichtigt.
Ausbau der Netze
Auch auf dem Markt des Mobilfunks ist Bewegung: Die von den Netzbetreibern versprochene Aufrüstung der Netze soll bereits in wenigen Monaten eine Vielzahl neuer Dienste ermöglichen. Besonders die professionellen Nutzer von mobilen Endgeräten warten auf breitbandige Funknetze. Die kommenden UMTS-Handys sind vor allem auf die Übertragung von Multimedia-Daten ausgerichtet.
Mobilität spielt für den Nutzer von PC-Peripherie im Büro eine immer größere Rolle — auch in Arztpraxen. Die Hersteller von Druckern, Tastaturen und Mäusen mit der Bluetooth-Technologie ermöglichen die Loslösung vom Kabel. Damit lassen sich die Daten mit der Funktechnik in einem Umkreis von bis zu 100 Metern übermitteln. Mit einem Adapter werden herkömmliche Endgeräte wie Handys, Freisprecheinrichtungen oder Notebooks verbunden und Daten ohne Sichtkontakt ausgetauscht. Die Videoübertragung mit dem Internet soll ausgebaut werden. Im Gegensatz zu den teuren und erfolglosen Bildtelefonen werden auf der CeBIT neue Lösungen angeboten.
Mobile Branchenlösungen, wie beispielsweise Dokumentation, Qualitätskontrolle und Abrechnungen, sind nicht nur für Businessverantwortliche ein Thema. Auch für soziale Einrichtungen rückt die digitale Kommunikation in den Vordergrund. Die neuesten Entwicklungen dazu werden in der Halle 11 präsentiert. Somit befinden sich auch die Arztpraxen im Bereich der Prozessoptimierung und Prozessintegration.
Frank Bantle/Inna Hartwich
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