SUPPLEMENT: Praxis Computer

Internet: Weniger gratis

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Das Ende der „Kostenlos-Kultur“ im Internet und bei mobilen Diensten kündigt sich an: Viele Unternehmen haben die Euro-Umstellung für Preiserhöhungen genutzt oder verlangen Gebühren für Dienste, die bislang kostenfrei erhältlich waren. Beispiele sind höhere Preise für den SMS-Versand vom Internet aufs Handy und Tariferhöhungen für die Internet-Nutzung. Auch der Abruf von Content wird langfristig nicht von Gebühren verschont bleiben. T-Online hat hier den Anfang gemacht: Online-Spiele und Nachrichten aus der Sport- und Finanzwelt kosten seit kurzem Geld. Im zweiten Quartal 2002 werden Teile des Spiegel-Archivs im Internet kostenpflichtig. Viele Anbieter, die zurzeit rote Zahlen schreiben, warten die Entwicklung gespannt ab. Dies betrifft auch den Gesundheitsbereich. Dort hatte beispielsweise das Gesundheitsportal Yavivo (DGN) vor der Zusammenlegung mit LifeLine (BertelsmannSpringer) einen Versuch gestartet und kostenpflichtige „Infopakete“ zur Gesundheitsberatung angeboten – offenbar noch nicht erfolgreich, denn nach der Fusion wurde dieses Angebot gestrichen. Nach einer Umfrage von Jupiter MMXI wollen 47 Prozent der Internet-Nutzer in Europa nicht für Inhalte zahlen. Langfristig jedoch führt kein Weg daran vorbei, dass der Zugriff auf Expertenwissen und Datenbanken nicht umsonst zu haben ist.
Heike-E. Krüger-Brand

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