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GOÄ: Euro-Umstellung mit Hindernissen

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): [4]

EB

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HPC AG/Faktum Public
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Mit der Währungsumstellung zum 1. Januar 2002 wurde auch die Euro-Umstellung der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gesetzlich geregelt. Aufgrund unterschiedlicher Interpretationen zu den Rundungsvorschriften der GOÄ – Einfach- versus Zweifachrundung und Kettenrundung versus kaufmännische Rundung – kamen in kurzer Folge GOÄ-Broschüren und Abrechnungsprogramme mit unterschiedlichen Euro-Endpreisen für gleiche Leistungen heraus. Zwar sind die Preisdifferenzen gering (hinter dem Komma), dennoch waren Ärzte und Patienten gleichermaßen irritiert.
Inzwischen hat das Bundesministerium für Gesundheit hierzu eine Stellungnahme veröffentlicht und sich darin auf die Einmalrundung und die kaufmännische Rundung festgelegt. Das bedeutet: Der Arzt muss bei der Gebührenbemessung erst das Endergebnis runden – nach der Multiplikation von Punktwert mit Punktzahl und Steigerungssatz. Die kaufmännische Rundung besagt, dass bei der dritten Nachkommastelle zu runden ist – Bruchteile eines Cents unter 0,5 werden abgerundet und Bruchteile von 0,5 und darüber aufgerundet. Eine Kettenrundung von der fünften Stelle nach vorne ist hingegen nicht korrekt (siehe dazu auch Renate Hess, Bundesärztekammer, im Deutschen Ärzteblatt 7/2002).
Bundesärztekammer, PKV-Verband und Beihilfe haben sich darauf verständigt, für eine Übergangszeit Abweichungen der Gebührenwerke im Cent-Bereich zu akzeptieren, sodass Privatliquidationen nicht korrigiert werden müssen. Die GOÄ-Werke und -Programme sollen bis Ende 2002 vereinheitlicht sein. EB
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