ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2002Elektronikversicherung: Teilweise unnötig hohe Versicherungssummen

Versicherungen

Elektronikversicherung: Teilweise unnötig hohe Versicherungssummen

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): [107]

Combach, Rolf

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LNSLNS Bei Sachversicherungen und hier insbesondere bei der Elektronikversicherung oder der Praxisinventar-Versicherung wird üblicherweise eine automatische jährliche Anpassung der Versicherung im Vertrag vereinbart. Durch die Koppelung an die allgemeine Preisentwicklung soll verhindert werden, dass die Versicherungssumme im Schadensfall nicht ausreicht und somit eine Unterversicherung entsteht. Dies würde im Schadensfall zu Abzügen führen. Diese Summenanpassungsklausel macht in den meisten Fällen auch Sinn, weil in der Regel alles teurer wird.
Anpassung frühzeitig verhindern
Eine Ausnahme bildet jedoch die Elektronikversicherung. Denn entgegen der allgemeinen Preisentwicklung sinken die Preise vor allem für Computer, Hard- und Software, aber auch für technische und medizinische Geräte. Da die Summenanpassungsklausel oft an den allgemeinen Lebenshaltungskosten-Index gekoppelt ist, entstehen hierdurch unnötig hohe Versicherungssummen. Wer eine weitere Anpassung verhindern will, muss jedoch handeln. Wenn die neue Beitragsrechnung vorliegt, ist es meist zu spät. Denn die Strei-chung der Klausel aus bestehenden Verträgen bedeutet eine Teilkündigung, für die die gleichen Fristen gelten wie für eine vollständige Kündigung des Vertrages. In der Regel sind dies drei Monate vor dem Ende des Versicherungsjahres. (Nicht identisch mit dem laufenden Jahr!) Üblicherweise deckt sich dieser Termin mit der Hauptfälligkeit der Beiträge.
Allerdings: Die meisten Versicherer zeigen sich kulant und verzichten auf die Einhaltung von Fristen. Voraussetzung ist aber immer, dass der Vertrag schadenfrei bestand. Sollte sich eine Versicherung weigern, dann sollte man durchaus einen Wechsel des Versicherungsunternehmens ins Kalkül ziehen. Ohnehin sind in der Elektronikversicherung Prämienunterschiede von bis zu 200 Prozent zwischen den verschiedenen Anbietern zu beobachten. Rolf Combach
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