SUPPLEMENT: Praxis Computer

Telemedizin-Service für Herzpatienten

Dtsch Arztebl 2002; 99(11): [29]

Krüger-Brand, Heike E.

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Das Viapac von Philips Telemedizin
Das Viapac von Philips Telemedizin
„Paxiva“ heißt ein neuer Service für Herzpatienten von Philips Telemedizin, einer Tochter des Technologiekonzerns Philips (www.telemedizin.philips.de). In Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten soll der Dienst Herzpatienten mehr Lebensqualität durch erhöhte Sicherheit bieten und die kardiologische Versorgung verbessern. Das Konzept der „persönlichen Telemedizin“ basiert darauf, dass Paxiva-Nutzer im Rahmen eines dauerhaften Abonnements jederzeit und mit jedem beliebigen Telefon ein Elektrokardiogramm (EKG) an das Monitor Center von Philips Telemedizin übertragen und sich dort durch das medizinische Fachpersonal beraten lassen. Dazu erwirbt der Abonnent ein Gerät zur Abnahme eines professionellen EKGs via Telefon. Nach einer Referenzdatenerhebung mit einem Zwölf-Ableitungen-EKG wird er in die Handhabung seines Übertragungsgeräts eingewiesen und kann anschließend auf den medizinischen Tele-Dienst zurückgreifen.
Für die EKG-Übertragung gibt es das „Vitapac“, ein EKG-Gerät mit zwölf Ableitungen, und das mobile „Outpac“ als Ein-Ableitungs-EKG. Beide Geräte sind CE-zertifiziert und in den USA von der Gesundheitsbehörde FDA zugelassen.
Das Übertragungsverfahren über Festnetz oder Mobilfunk ist relativ einfach: Nachdem der Anrufer sich bei dem Mitarbeiter im Monitor Center über seine persönliche Kennnummer identifiziert hat, erscheint seine Patientenakte auf dem Computerbildschirm. Im Gespräch werden nach einem definierten Fragenkatalog der Grund und die Umstände des Anrufs geklärt. Anschließend überträgt der Kunde per Knopfdruck sein EKG; die Übertragung dauert 16 bis 20 Sekunden. Im Monitor Center wird das EKG ausgewertet und bei Bedarf rasch professionelle Hilfe organisiert.
Darstellung eines telefonisch übertragenen EKGs mit zwölf Ableitungen am Bildschirm im Monitor Center
Darstellung eines telefonisch übertragenen EKGs mit zwölf Ableitungen am Bildschirm im Monitor Center
Das System wird im Ausland bereits eingesetzt – so in Israel, in der Schweiz und in Italien. Bisherige Erfahrungen und Studien belegen, dass die Zeit vom Auftreten der typischen Symptome eines drohenden Myokardinfarkts bis zur Anforderung medizinischer Hilfe wesentlich verkürzt, mögliche kardiologische Notfälle frühzeitig erkannt und das Risiko einer Schädigung des Herzmuskels verringert werden.
Der Dienst soll sowohl Herzpatienten als auch Gesundheitsbewusste mit erhöhtem Risiko erreichen. Sofern der Abonnent zustimmt, erhält der behandelnde Arzt über jeden Kontakt mit dem Patienten einen Bericht sowie die EKG-Aufzeichnungen. Diese Informationen aus dem häuslichen Umfeld unterstützen den behandelnden Arzt und erleichtern das Therapiemanagement. Die monatlichen Abo-Gebühren für „Paxiva“ liegen zwischen 39 und 49 €, je nach Servicepaket. Das „Viapac“
mit dem Zwölf-Ableitungen-EKG kostet 895 €, das „Outpac“ mit dem Ein-Ableitungs-EKG 195 €. KBr
Informationen: Philips HeartCare Telemedicine Services GmbH, Heinrich-Heine-
Allee 1, 40213 Düsseldorf, Telefon: 02 11/8 62 04 40, Fax: 8 62 04 41 11, E-Mail: telemedizin.de@philips.com
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