ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2002Epidemiologie: Regionale Unterschiede

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Epidemiologie: Regionale Unterschiede

Dtsch Arztebl 2002; 99(12): A-750 / B-633 / C-601

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LNSLNS Feldstudie der Universität Mannheim
Die regionale Binnenwanderung von Krankenversicherten ist der ausschlaggebende Faktor, der die Morbiditätsstruktur und damit auch die Beitragsentwicklung der regionalen Krankenkassen beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung, die jetzt am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft der Universität Mannheim (Direktor: Prof. Dr. rer. pol. Eberhard Wille) abgeschlossen wurde. Von nachrangiger Bedeutung sind die Einflussfaktoren Einkommen, Bildungs- und Wissensstand, Umweltbelastung und Arbeitslosenquote der Region.
Untersucht wurden die Morbiditätsverläufe von Krankenversicherten in 40 Regionen in Baden-Württemberg. Am Beispiel der Regionen Mannheim und Stuttgart bedeutet dies: Wegen der relativ hohen Arbeitslosigkeit im Großwirtschaftsraum Mannheim von mehr als zehn Prozent wandern viele jüngere Krankenversicherte mit einem relativ geringen Morbiditätsrisiko in Regionen mit relativer Vollbeschäftigung, etwa in den Großraum Stuttgart. Diese Binnenwanderungen beeinflussen damit die Beitragshöhe der regionalen Krankenkassen und das langfristige Morbiditätsrisiko ebenso wie den Zahlungsfluss beim Risiko­struk­tur­aus­gleich.
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