ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2002Interesse an Komplementärmethoden sinkt

POLITIK: Medizinreport

Interesse an Komplementärmethoden sinkt

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LNSLNS Das Interesse der Patienten an unkonventionellen Methoden in der Krebsbehandlung ist zurückgegangen, das gegenüber Methoden, die wissenschaftlich als vermeintliche „Speerspitzen der Forschung“ vermarktet werden, steigt. Dieses Resümee lässt die Analyse der Anrufe beim Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg zu. Wie Dr. Birgit Hiller beim Krebskongress in Berlin darlegte, gehen jährlich rund 15 000 Anfragen ein; in 15 bis 20 Prozent dieser Telefonate geht es auch um Fragen zu unkonventionellen oder alternativen Methoden. Ihr Anteil lag im Jahr 2001 mit 14,8 Prozent rund ein Viertel niedriger als in den vorausgegangenen Analysen im Jahr 1996 und 1991 (20,4 Prozent). Generell geht die Zahl der Nachfragen deutlich zurück, sobald zu einer bestimmten Methode die Stellungnahme einer wissenschaftlichen Gesellschaft vorliegt, so Hiller. Als Hauptinformationsquellen für die komplementären Verfahren geben Patienten mit 35 Prozent Ärzte und Kliniken an, in zweiter Linie folgen Familien und Freunde (24 Prozent), und erst auf Rang drei liegen Medien
(22 Prozent). Le

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