ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2002Hilfe bei Flügen: BÄK ist gefordert

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Hilfe bei Flügen: BÄK ist gefordert

Dtsch Arztebl 2002; 99(12): A-773 / B-635 / C-594

Karst, Jörg

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LNSLNS Als der in dem sehr informativen Artikel von Frau Hibbeler genannte Anästhesist bedanke ich mich herzlich für die Informationen und die intensive Recherche der Autorin. Der Artikel zeigt sehr deutlich auf, in welchem rechtsfreien (Luft-)Raum wir uns als Ärzte bewegen, wenn wir auf Flügen Erste Hilfe leisten.
Als ich mich mit meiner Geschichte an das DÄ wandte, tat ich dies, um die Unterstützung der Ärzteschaft und auch der Ärztekammer bei der Klärung dieser unklaren Rechtslage zu erhalten. Ich fordere daher die Bundes­ärzte­kammer auf, sich offiziell für die Standardisierung einer Notfallausrüstung auf Flugzeugen einzusetzen. Gleichzeitig muss eine unternehmenseigene Haftpflichtversicherung der Fluggesellschaften international zur Auflage gemacht werden.
Eines ist doch klar: Die Fluggesellschaften gehen davon aus, dass es einen kompetenten Arzt an Bord gibt, der gesundheitliche Probleme lösen kann und wird. Ein Honorar wird für die teilweise sehr zeitintensive und verantwortungsvolle Arbeit nicht gewährleistet. Unter diesen Umständen sind Berichte zu verstehen, nach denen sich bei Flügen in den USA kein Arzt für Erste-Hilfe-Maßnahmen an Bord finden lässt. Auch ich werde mir in Zukunft überlegen, ob ich noch einmal die Verantwortung übernehme, eine kostspielige Zwischenlandung vermeiden zu helfen. Für mich ist es doch sicherer, eine Zwischenlandung zu empfehlen; dann kann ich am wenigsten falsch machen. Ich freue mich über Kontakte mit anderen betroffenen Ärzten über
E-Mail: j.karst@telemed. de und auf eine verantwortungsvolle Reaktion der deutschen Bundes­ärzte­kammer.
Jörg Karst, Kronenstraße 55–58, 10117 Berlin
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