SUPPLEMENT: Reisemagazin

Madeira: Entlang der Levadas

Dtsch Arztebl 2002; 99(12): [7]

Ulmen, Krista

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Wanderung entlang einer Levada im Hochgebirge. Foto: privat
Wanderung entlang einer Levada im Hochgebirge. Foto: privat
D ie Levadas, die Wasserkanäle auf Madeira, eignen sich nicht alle zum Wandern, weil sie beispielsweise keine geeigneten Parallelwege haben oder weil sie durch einen Steinschlag versperrt oder gerade zu nass und rutschig sind. Außerdem ist es nicht gefahrlos, allein loszuziehen. Mindestens vier Personen sollten es sein, damit sie sich bei einem Unfall gegenseitig helfen und Hilfe holen können. Aber erlebnisreich wird eine solche Wanderung erst, wenn man sich einem ortskundigen Führer anvertraut. Man muss wissen, dass dies eher selten Einheimische sind, die allenfalls die in jedem Reiseführer beschriebenen Wege kennen. Wer das Besondere sucht, sollte sich einem ortskundi-
gen Bergführer anvertrauen. Unvergleichliche Wanderungen fernab von allen Touristen-
pfaden mit beeindruckenden Aussichten sind der Lohn für das Vergnügen.
Wer würde schon bei einem Kurzurlaub den Einstieg in den Küstenweg Boca do Ris-
co von Machico nach Porto
da Cruz finden? Mehr als zwei Stunden wandert der Gast auf dem Küstenweg, den sich die Weinbauern aus Porto da Cruz mühevoll anlegten, um den Wein auf geradem Weg in den Hafen von Machico zu tragen. Schöner kann man Atlantik und Felsen, von unendlichem Pflanzenreichtum umgeben, kaum erleben. Es ist
beeindruckend, wenn als Tagesziel der Penha de Aguia, der Adlerfelsen, mit seiner charakteristischen Tafelform über dem Meer und den Orten zu seinen Füßen auftaucht. Es ist ein schönes Erlebnis, wenn man nach einer Wanderung durch die kleinen Orte der
Insel, mit ihren an Früchten und Gemüsen so reichen Feldern, zum Sonnenuntergang den westlichsten Punkt der Insel erreicht und dort über das Meer eine goldene Himmelsleiter zur glutroten Sonne am Horizont führt. Hier versteht man, wie die Druiden in alten Zeiten die Menschen von Gottes Nähe überzeugten.
Ein spektakulärer Weg führt vom Tal hinaus durch
eine alpengleiche Hochgebirgslandschaft zum höchsten Berg der Insel, dem Pico Ruivo (1862 Meter ü. M.).
Man muss erleben, wie die Insel früher war – in den
ursprünglichen Landschaften der Queimadas und rund
um Rabacal und in Pául da
Serra. Krista Ulmen

c Informationen und Buchung: Krista Ulmen, Aegidienberger Straße 96, 53604 Bad Honnef,
Telefon: 0 22 24/82 09 21; Fax: 0 22 24/82 09 24.
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