MEDIZIN: Referiert

Pille und Herzinfarkt

Dtsch Arztebl 2002; 99(12): A-794 / B-655 / C-613

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LNSLNS Über den Zusammenhang einer Koronarthrombose mit der Einnahme oraler Kontrazeptiva wurde 1953 erstmals berichtet. Spätere Studien haben bestätigt, dass sowohl im venösen wie im arteriellen Schenkel des Gefäßsystems ein erhöhtes Thromboserisiko besteht. Die Autoren untersuchten die Assoziation Pille und Herzinfarkt unter oralen Kontrazeptiva der zweiten (Levonorgestrel) beziehungsweise dritten Generation (Desogestrel oder Gestodene) und berücksichtigen dabei auch genetische Faktoren wie den Faktor-V-Leiden- und die G20210A-Mutation im Prothrombinogen.
Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass unter der Einnahme von oralen Kontrazeptiva der zweiten Generation das Herzinfarktrisiko erhöht ist, während bei den Kontrazeptiva der dritten Generation dieses Risiko niedriger liegt. Das Herzinfarktrisiko war ähnlich, gleichgültig, ob prothrombotische Mutationen vorlagen oder nicht. w

Tanis BC, van den Bosch MAAJ, Rosendaal FR et al.: Oral contraceptives and the risk of myocardial infarction. N Engl J Med 2001; 345: 1787–1793.

Dr. F. R. Rosendaal, Department of Clinical Epidemiology, Leiden University Medical Center, Bldg. 1, C 9-P,
P.O.-Box 9600, 2300 RC Leiden, Niederlande, f.r.rosen
daal@lumc.nl

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