ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2002ZI-Studie: Ärzte beuten sich selbst aus

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ZI-Studie: Ärzte beuten sich selbst aus

Dtsch Arztebl 2002; 99(13): A-816 / B-676 / C-632

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LNSLNS Niedergelassene Ärzte verdienen oft schlecht.
Niedergelassene Ärzte in Deutschland beuten sich zunehmend selbst aus. Ein Drittel von ihnen erzielt kein angemessenes Nettoeinkommen aus der vertragsärztlichen Tätigkeit. 30 Prozent der Allgemeinärzte haben im Durchschnitt rund 1 600 Euro im Monat zur privaten Verfügung. Das sagte Dr. med Manfred Richter-Reichhelm, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bei der Vorstellung einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) zur Einnahmestruktur der Vertragsarztpraxen (ausführlicher Bericht in einer der nächsten Ausgaben).
Zwischen 1 718 und 3 393 DM lag nach ZI-Angaben 1999 das Einkommen eines Arztes mit einer kleineren Praxis in Ostdeutschland. Im Westen verdiente man zwischen 2 041 und 4 075 DM. Praxen des mittleren Drittels erzielten Einkommen zwischen 4 003 und 6 418 DM. Spitzenverdiener kamen auf Einnahmen zwischen 7 047 und 11 383 DM im Monat. „Mit bis zu 3 000 Arbeitsstunden im Jahr beuten sich viele Ärzte selbst aus, quer durch alle Facharztgruppen“, sagte Richter-Reichhelm. Immer mehr Medizinstudenten wanderten in andere Berufe ab. Als niedergelassene Ärzte sähen sie kein angemessenes wirtschaftliches Auskommen mehr. „Wir fordern die Politik auf, durch verbesserte Rahmenbedingungen im Interesse der Patienten die drohende Krise des Arztberufes abzuwenden“, so der KBV-Vorsitzende.
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