ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2002Transplantationen: Spendebereitschaft sinkt

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Transplantationen: Spendebereitschaft sinkt

Dtsch Arztebl 2002; 99(13): A-845 / B-700 / C-654

Warnecke, Gregor

Zu der Meldung „Weiterhin Wartelisten – Spendenbereitschaft deutlich gestiegen“ in Heft 7/2002:
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LNSLNS . . . Wer nachrechnen möchte, führe sich vor Augen, dass bei einer um 20 % gestiegenen Spendermelderate aus den Krankenhäusern (was im übrigen nur auf Druck von außen hin erfolgte) nur ein Anstieg der Organspenderzahl um knapp 4,4 % zu verzeichnen war. Die Statistik der DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation) belehrt uns seit Jahren, dass der Hauptgrund für eine Nichtrealisation einer Organspende bei einem bereits gemeldeten Spender die Ablehnung durch die Angehörigen ist, und dies mit steigender Tendenz (Ablehnungsrate 1998: 33 %, 2000: 37,7 %). Daraus folgt die Feststellung, dass die Spendebereitschaft (in der Bevölkerung) sinkt. Dieses wiederum hat für inakzeptabel viele unserer schwer kranken Patienten auf den Wartelisten schlicht den Tod zur Folge . . .
Gregor Warnecke, Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
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