VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(13): A-873 / B-725 / C-678

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Annelise Heigl-Evers. Foto: privat
Annelise Heigl-Evers. Foto: privat
Prof. Dr. med. Annelise Heigl-Evers starb am 1. Januar im Alter von 80 Jahren in Göttingen. Mit ihr verliert die Ärzteschaft eine bedeutende Psychoanalytikerin, Psychosomatikerin, Wissenschaftlerin und Berufspolitikerin.
Nach der Habilitation für das Fach Psychotherapie an der Universität Göttingen leitete Dr. Heigl-Evers von 1974 bis 1977 die Forschungsstelle für Gruppenprozesse an der Universität Göttingen. 1978 begründete sie als erste Inhaberin des Düsseldorfer Lehrstuhls das Institut und die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die sie bis 1989 leitete. Sie hat sich bedeutsame Verdienste im Bereich der Gruppentherapie und in der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages über die Lage der Psychiatrie und Psychotherapie erworben. Für ihre mehr als 20 Jahre währenden Bemühungen um eine moderne psychoanalytisch begründete Suchttherapie und Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe erhielt sie 1992 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ihr besonderes theoretisches und klinisches Interesse galt bis zuletzt den Patienten mit strukturellen Persönlichkeitsstörungen, für die sie eine innovative Behandlungsmethode, die psychoanalytisch-interaktionelle Psychotherapie, entwickelt hat.

Dr. med. Joachim Förster, Facharzt für Arbeitsmedizin, Rogow, starb am 22. Februar im Alter von 66 Jahren.
Förster war viele Jahre lang Mitglied des Vorstandes, 2. Vorsitzender und zuletzt langjähriger Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. Förster war nach der Wiedervereinigung einer der ersten Betriebsärzte, die in enger Zusammenarbeit mit der Bundes­ärzte­kammer und den im Aufbau begriffenen neuen Lan­des­ärz­te­kam­mern die ärztliche Selbstverwaltung in diesem Bereich prägten. So war Förster auch seit 1991 vom Vorstand berufenes Mitglied des Ausschusses „Arbeitsmedizin“ der Bundes­ärzte­kammer.

Dr. med. Jakob Eich, Facharzt für Betriebsmedizin, ehemaliger langjähriger Leiter des Gesundheitsdienstes der Firma Ford-Werke AG, Köln-Lindenthal, starb am 25. Februar im Alter von 78 Jahren in Köln.
Jakob Eich publizierte bereits 1967 eine Grundsatzstudie zur Wirtschaftlichkeit des Werksärztlichen Dienstes in Deutschland, also noch vor In-Kraft-Treten des Arbeitssicherheitsgesetzes. 1970 hat er mitgewirkt bei der Einführung eines speziellen Lärmbekämpfungs- und Gehörschutzprogramms bei der Firma Ford Werke AG in Köln-Niehl. 1971 hat er das vom Arbeitgeberverband der Metallindustrie im Regierungsbezirk Köln e.V. initiierte und getragene Werksarztzentrum in Köln-Ehrenfeld begleitet und Verbesserungsvorschläge unterbreitet. Dr. Eich war von 1981 bis Januar 1985 Leiter des Gesundheitsdienstes und der Arbeitssicherheit der Ford Werke AG. Ehrenamtlich wirkte er als alternierender Vorsitzender der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Betriebskrankenkasse der Ford-Werke. EB
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