ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Unterschriftenaktion: „Aufruf in letzter Minute“

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Unterschriftenaktion: „Aufruf in letzter Minute“

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-897 / B-749 / C-701

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LNSLNS Ärzte warnen vor Dominanz der Ökonomie im Gesundheitswesen.
Beschäftigte im Gesundheitswesen, darunter der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günter Jonitz, fordern in einer Unterschriftenaktion eine grundlegende Neuorientierung der Reformen im Gesundheitswesen. Mit einem „Aufruf in letzter Minute“ warnen sie unter dem Titel „Das Gesundheitswesen ist mehr als ein Wirtschaftszweig – Ökonomisches Effizienzdenken gefährdet den humanen Umgang mit kranken Menschen“ vor einer wirtschaftlich zwar effizienten, für die Patienten aber unmenschlichen Entwicklung des Gesundheitswesens.
„Was fehlt, ist ein Mehr an menschlicher Zuwendung und individueller Betreuung der uns anvertrauten Kranken, das mit den verschärften und inzwischen unerträglichen Arbeitsbedingungen sowohl in der Klinik als auch in der Praxis nicht mehr geleistet werden kann“, heißt es in dem Aufruf. Da Effizienzreserven im Gesundheitswesen im Wesentlichen ausgeschöpft seien, müsse jetzt eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber geführt werden, was die Gesundheit im Vergleich mit anderen Bereichen des Lebens wert sei.
Angeregt wurde die Unterschriftenaktion durch den Artikel „Wandel um jeden Preis – Klinikärzte im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Technik und Menschlichkeit“ von Konrad Görg (DÄ, Heft 18/2001). Kontakt: Dr. Dohmen, Dr. Baitsch, Hochrheinklinik, Bergseestraße 57, 79713 Bad Säckingen, Fax: 0 77 61/55 83 42, E-Mail: doh men@hrk.hochrheinklinik.de
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