ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Ethik und Medizin: Aus anderer Perspektive

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Ethik und Medizin: Aus anderer Perspektive

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-908 / B-760 / C-709

Richter, Eva A.

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LNSLNS „Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft“ gegründet
Neun Behinderten- und Sozialverbände haben am 1. März in Berlin das „Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft“ gegründet. Ziel ist es, aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen beziehungsweise von chronisch Kranken ethische Konzepte und Positionen zu entwerfen. Aufgabe des Instituts ist die zentrale und aktuelle Sammlung, Dokumentation, Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen, Dokumenten und Literatur zu ethischen, biowissenschaftlichen und medizinischen Fragen. Es soll einen kritischen Dialog mit den Naturwissenschaften und eine Zusammenarbeit mit möglichst vielen Disziplinen gewährleisten. „Die Idee zur Gründung des Institutes bestand, weil der vorherrschenden Bioethik etwas entgegengesetzt werden sollte“, sagte Dr. Katrin Grüber, Leiterin des Instituts, bei der Eröffnungsveranstaltung. Die Gründungsväter und -mütter hätten einen besonderen Bedarf an „kritischer Ethik“ in Deutschland gesehen, die nicht der Akzeptanzbeschaffung diene.
Das „Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft“ wird von einer gemeinnützigen Gesellschaft getragen. Dem Institut gehören an: Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus e.V., Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe e.V., Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V., Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V., Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V., Interessenvertretung „Selbstbestimmt Leben“ in Deutschland e.V., Sozialverband VdK Deutschland e.V. sowie der Verband für anthroposophische Heilpädagogik Sozialtherapie und soziale Arbeit e.V. Mitglied des Kuratoriums ist unter anderem Bundestagsabgeordnete Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen). ER
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