ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Gastrointestinale Tumoren werden in Japan früher erkannt

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Gastrointestinale Tumoren werden in Japan früher erkannt

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-911 / B-763 / C-712

EB

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LNSLNS In Japan werden 50 bis 60 Prozent aller Magenkarzinome und 30 bis 40 Prozent der Karzinome von Ösphagus und Kolorektum bereits im Stadium eines Frühkarzinoms diagnostiziert, die bei entsprechender Therapie eine
5-Jahres-Überlebenszeit von 90 bis 95 Prozent haben. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den westlichen Ländern, wo die Karzinome des Gastrointestinaltraktes in weniger als 15 Prozent als Frühkarzinome entdeckt werden.
Einer der Gründe für die Unterschiede ist, dass in Japan Vorsorgeuntersuchungen mit radiologischen Methoden und dem Nachweis von okkultem Blut im Stuhl – auch im Rahmen arbeitsmedizinischer Untersuchungen – viel häufiger durchgeführt werden als in westlichen Ländern, wie Prof. R. J. Schlemper (Fukuoka-Universität) auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren in München berichtete. Außerdem würden bereits Patienten mit geringgradigen „Bauchbeschwerden“ einer Endoskopie zugeführt. Damit die Ärzte mit den verschiedenen Erscheinungsbildern der Frühkarzniome vertraut seien, würden diese speziell trainiert. In jedem japanischen Krankenhaus werden die Befunde systematisch dokumentiert und in wöchentlichen Konferenzen von Experten begutachtet. EB
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