ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Sterbebegleitung: Papst Pius XII. Stellungnahme weiter aktuell
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LNSLNS Auf sehr eindrucksvolle Weise hat bereits Papst Pius XII. in einer seiner zahlreichen Ansprachen an Ärzte, hier am 24. Februar 1957 vor einer internationalen Gruppe von Ärzten in Rom (veröffentlicht in französischem Urtext im L’Osservatore Romano am 25. Februar 1957, herausgegeben vom St. Lukas-Institut für Ärztliche Anthropologie e.V., Münster, in „Grundfragen der ärztlichen Ethik“) Stellung genommen zur Frage der medikamentösen Sterbehilfe.
Dort heißt es in der Schlussfolgerung:
„Ist die Ausschaltung des Schmerzes und des Bewusstseins durch narkotisierende Mittel (sofern sie durch medizinische Indikation erforderlich wird) durch Religion und Moral dem Arzt und dem Patienten (selbst beim Herannahen des Todes und wenn man voraussieht, dass die Anwendung narkotischer Mittel das Leben verkürzen wird) erlaubt? – Die Antwort wird lauten müssen: Wenn es keine anderen Mittel gibt und wenn unter den gegebenen Umständen dies nicht die Erfüllung anderer Pflichten hindert, dann ja!“
Diese Auffassung kann nach wie vor Grundlage ethisch-ärztlichen Handelns sein.
Hans Albert Berghoff-Flüel, Reuterweg 5, 59846 Sundern-Allendorf
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