ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Neugeborenenintensivpflege. Grundlagen und Richtlinien

BÜCHER

Neugeborenenintensivpflege. Grundlagen und Richtlinien

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-924 / B-776 / C-723

Obladen, Michael

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Neonatologie
Gehört in jeden Kreißsaal
Michael Obladen: Neugeborenenintensivpflege. Grundlagen und Richtlinien. 6., vollständig überarbeitete Auflage, Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg u. a., 2002, XXIX, 607 Seiten, 73 Abbildungen, 108 Tabellen, broschiert, 24,95 A
Das ehemalige Schwarzbuch der Heidelberger Intensivstation ist im Umfang kräftig gewachsen, es hat sein Ausgangsvolumen inzwischen verdoppelt und stellt nach wie vor einen Fixpunkt in der klinischen Neugeborenenversorgung dar. Hier zeigen sich die Fortschritte eines überaus erfolgreichen Medizinkapitels, die Darstellung ist klar strukturiert, kompetent und präzise. Die Themen reichen von der maschinellen Beatmung über metabolische Probleme bis zur kinderchirurgischen Erstbehandlung, lässt ethische sowie administrative Fragen nicht aus und ist immer um eine akademische Absicherung bemüht, jetzt nach Evidenzebenen differenziert.
Zugleich wird der große Erfahrungsschatz des Pflegesektors integriert, die bereichsimmanente Verzahnung mit den Schwestern als emanzipierte Partner ist allgegenwärtig, entspricht dem Bild auf den zugehörigen Kongressen und konnte sich auch im Buchtitel behaupten. Das Stichwort „Richtlinien“ im Untertitel hat jedoch einen Bedeutungswandel erfahren, bei den aktuellen Leitliniendiskussionen darf es nicht im Sinne einer hierarchischen Therapieverpflichtung verstanden werden. Vielmehr betonen die Autoren selbst, dass die meisten Behandlungsvorschläge modifizierbar sind – individuelle Konstellationen zeigen das täglich am Inkubator.
Das Buch ist ein typischer Klinikband; es gehört in die Hände aller Neonatologieteams und sinnvollerweise auch als Nachschlagewerk in jeden Kreißsaal. Manfred Doerck
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