ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Diagnostik des Schilddrüsenknotens: Medizin ist Kunst, Mathematik ist Glückssache?

MEDIZIN: Diskussion

Diagnostik des Schilddrüsenknotens: Medizin ist Kunst, Mathematik ist Glückssache?

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-946 / B-789 / C-736

Vogler, Christian

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LNSLNS „Noduläre Schilddrüsenveränderungen liegen in (. . .) Deutschland bei zirka 30 Prozent der adulten Bevölkerung vor.“ „Dem gegenüber ist die Prävalenz von Schilddrüsenkarzinomen (zirka drei bis fünf pro 100 000 Einwohner und Jahr) sehr gering, das heißt, nur etwa 5 Prozent aller Schilddrüsenknoten sind maligne.“
Wenn 30 Prozent der Bevölkerung Schilddrüsenknoten aufweisen, dann haben von 100 000 Menschen 30 000 Schilddrüsenknoten. Sollten 5 Prozent davon maligne sein, wären das 1500 Schilddrüsenmalignome. Bei einer Prävalenz von drei bis fünf pro Jahr wären dazu 300 bis 500 Jahre erforderlich.
Mich würde interessieren, wo wir hier korrigieren. Leider liest man diesen Fehler immer wieder. Aus meiner Erfahrung heraus haben keine 3 bis 5 Prozent der Schilddrüsenknotenträger ein Malignom, vielleicht jedoch 3 bis 5 Prozent der operierten Patienten.

Dr. med. Christian Vogler
Am Viehhügel 21
99444 Blankenhain

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