ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002MedInform-Konferenz: E-Commerce im Gesundheitsmarkt

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MedInform-Konferenz: E-Commerce im Gesundheitsmarkt

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-955 / B-797 / C-745

EB

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Elektronische Marktplätze, wie zum Beispiel „Vamedis“ (www.vamedis.net), werden für Beschaffungsprozesse zunehmend wichtiger.
Elektronische Marktplätze, wie zum Beispiel „Vamedis“ (www.vamedis.net), werden für Beschaffungsprozesse zunehmend wichtiger.
Die Standardisierung elektronischer Geschäftsdaten und Beschaffungsprozesse im Rahmen von E-Commerce-Projekten verbessert die Prozesse zwischen Krankenhäusern und Herstellern. Das zeigten die Praxisbeispiele auf der E-Commerce-Konferenz von Med Inform (www.medinform.de) in Hamburg. Dennoch gibt es immer noch viele Hemmnisse, wie zum Beispiel fehlende standardisierte Katalogstrukturen und Schnittstellen. Effizienzsteigerungen sind jedoch nur über einen allgemein anerkannten Katalogstandard erreichbar.
An die Krankenhäuser, Hersteller und Dienstleister wurde daher appelliert, gemeinsam Standards und Lösungen zu entwickeln. E-Marktplätze könnten, ähnlich wie im Telekommunikationsmarkt, über Gateways zwischen den Plattformen Daten austauschen. E-Commerce sei eine Investition in die fernere Zukunft – heute und morgen seien es noch Zusatzkosten, so das Fazit von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V.
Prof. Dr. Ursula Hübner, Fachhochschule Osnabrück, stellte eine Fallstudie vor, die mit einer Apotheke mit 300 Mitarbeitern, die Krankenhäuser beliefert, und 30 Krankenhauskunden sowie einem Kreiskrankenhaus ohne eigenes Warenwirtschaftssystem durchgeführt wurde. Die Schwachstellenanalyse ergab unter anderem eine mangelnde Datentransparenz mit einer zeitintensiven Prüfung offener Posten und Bedarfsermittlung, die mangelnde Aktualität von Katalogen und eine lange Zeitspanne von Aufgabe bis Ankunft der Bestellung. Im Rahmen der Fallstudie wurde eine schlanke und pflegeleichte E-Commerce-Lösung installiert.
Fazit: Eine preiswerte E-Commerce-Einstiegslösung für Krankenhäuser, die dennoch zu erheblichen Arbeitsverbesserungen in den Bereichen Kataloge und Bestellstatus führen kann, ist möglich. Potenziale ergeben sich vor allem im Bereich Rechnungswesen und Controlling.
Die technologischen Rahmenbedingungen für E-Commerce im Healthcare-Bereich erläuterte der Technologieberater Dr. med. Dirk Elmhorst. Die Auswahl einer IT-Lösung sei stets ein nachgeordneter Prozess. Zunächst müsse geklärt werden, welche Abläufe sich wie effizienter gestalten lassen. Dabei sollte die gesamte Prozesskette betrachtet werden. Das Internet ist dabei eine geeignete Technologie zur Optimierung der Prozesse. Elmhorst verwies darauf, dass der herkömmliche EDI-Standard (Electric Data Interchange) nur bestehende Teilprozesse 1 : 1 elektronisch nachbilden kann, wohingegen sich durch Internet-Technologien komplexe Gesamtprozesse reorganisieren lassen. EB
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