ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Orthopädie: Endoprothese mit langer Lebensdauer

VARIA: Technik

Orthopädie: Endoprothese mit langer Lebensdauer

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-956 / B-808 / C-744

Hoc, Siegfried

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Knochensubstanzerhaltende, zementfrei verankerte Titanendoprothese Typ CFP Link; links Originalprothese, rechts Ansicht im Röntgenbild Foto: ENDO-Klinik
Knochensubstanzerhaltende, zementfrei verankerte Titanendoprothese Typ CFP Link; links Originalprothese, rechts Ansicht im Röntgenbild Foto: ENDO-Klinik
Eine neue Prothesengeneration (CFP – Collum femoris preserving) könnte die Lebensdauer der bisherigen Hüftgelenk-Totalendoprothese deutlich verlängern. „Mit dieser Hüftprothese erreichen wir eine dritte Laufzeit“, erklärte Dr. Götz von Foerster, Ärztlicher Direktor der ENDO-Klinik in Hamburg.
Wie Foerster berichtete, kann dieses kleinere Modell im deutlich stabileren Schenkelhals verankert werden, der bei herkömmlichen Prothesen nicht erhalten bleibt. Die knochensubstanzerhaltende Konstruktion muss erst nach 15 bis 20 Jahren gewechselt werden, was für jüngere Patienten von Vorteil ist. Die Kombination des CFP-Schaftes mit der TOP-Pfanne (Trabekel-orientierte Pfanne) ermöglicht eine weitgehende Erhaltung physiologischer Kraftströme. Linke und rechte Schäfte unterschiedlicher Krümmungen und verschiedene Schenkelhalswinkel und Kopf-Hals-Längen gewährleisten eine Anpassung an die vorliegende anatomische Gegebenheit. Zur zementfreien Verankerung sind mikroporöse und mit einer elektrochemisch aufgetragenen Hydroxylapatit-Beschichtung versehene Schaftprothesen verfügbar. Das TOP-Pfannensystem mit seinem Metallträger aus Titan ermöglicht ein großes Bewegungsausmaß des Kunstgelenkes bei gleichzeitiger Minimierung des Luxationsrisikos.
Abwehrschwäche des Patienten infolge des operativen Eingriffes und die implantierten Fremdkörper sind nicht selten Ursache von Infektionen mit Problemkeimen wie Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA). Die sinnvollste Therapie ist dann der Austausch des infizierten Kunstgelenkes mit spezieller, Antibiogramm-adaptierter lokaler und systemischer Antibiotika-Applikation. Siegfried Hoc
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