ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Urlaubsplanung: Policen überprüfen

Versicherungen

Urlaubsplanung: Policen überprüfen

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): [59]

Combach, Rolf

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LNSLNS Die Urlaubszeit soll ungetrübte Freude bereiten. Doch dazu bedarf es einer umfassenden Planung. Mit in die Prüfliste gehören auch Versicherungsfragen. Denn auch bei guter Vorbereitung können unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Einige Tipps:
Eine Lebensversicherung gilt weltweit. Vor dem Reiseantritt muss hier also nichts veranlasst werden. Wer noch keine gesonderte Unfallversicherung besitzt, sollte dies überdenken. Die Urlaubszeit ist erfahrungsgemäß eine unfallträchtige Zeit. Eine Unfallversicherungspolice kostet rund 40 € im Jahr bei 50 000 € Versicherungssumme bei Invalidität (Prämienbeispiel der HUK-Coburg).
Sehr wichtig ist die Kran­ken­ver­siche­rung. Privat Versicherte genießen weltweiten Schutz, ihre Krankheits- oder Krankenhauskosten trägt die private Kran­ken­ver­siche­rung. Anders sieht es bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen aus. Ihr Schutz reicht häufig im Ausland nicht aus. Gesetzlich Krankenversicherte sind nicht abgesichert, wenn sie in ein Land fahren, mit dem kein Sozialabkommen besteht. Dazu zählen unter anderem USA, Japan, Kanada, Israel, die meisten afrikanischen Staaten, die Länder Osteuropas und Australien. Wer also in diese Länder reist, sollte eine private Auslandsreise-Kran­ken­ver­siche­rung abschließen. Als Kurzzeit-Police kostet sie zwischen 0,25 und 0,50 Cent pro Tag und Person. Eine Jahrespolice ist zwischen sechs und 15 € zu haben. Jeder verantwortungsbewusste Bürger sollte auch eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Dies gilt besonders für die Urlaubszeit. Der Ehepartner und minderjährige Kinder sind automatisch mitversichert. Kosten: rund 65 € im Jahr.
Eine Rechtsschutzversicherung zahlt sich dann aus, wenn der Urlauber im Ausland an einem Autounfall beteiligt ist, dessen Abwicklung recht kostspielig und langwierig sein kann. Die Rechtsschutzpolice kostet rund 40 A pro Jahr. Darüber hinaus könnte sich der Auto-Schutzbrief anbieten, der weitergehende Leistungen beinhaltet. Diese Verkehrsservice-Versicherung kann deshalb wichtig für Auto fahrende Touristen sein, weil sie bei Fahrer- und/oder Fahrzeug-Ausfall die Rückholung organisiert und nötige Zusatzübertragungen zahlt. Kosten: rund 30 € im Jahr.
Die Reisegepäckversicherung haftet für Koffer, per Fracht Vorausgeschicktes, Kleidung und sämtliche lose mitgenommenen Gegenstände. Da die Reisegepäckversicherer wegen der hohen Schäden recht restriktiv geworden sind, lohnt sich eine solche Versicherung kaum. 1 500 € Gepäck-Versicherung kosten jährlich rund 50 €.
Autofahrer, die für ihre Urlaubsreise eine kurzfristige Vollkaskoversicherung abschließen wollen, sollten sich überlegen, ob sie sich mit einer Vollkaskoversicherung für das ganze Jahr nicht besser stehen. „Kurzfrist-Kasko-Policen sind verdammt teuer“, sagt HUK-Coburg Pressesprecher Alois Schnitzer. Die für die Haftpflichtversicherung geltenden schadenfreien Jahre werden üblicherweise auch in der Vollkaskoversicherung angerechnet, wenn der Vertrag für mindestens ein Jahr abgeschlossen wurde. Wer eine kurzfristige Vollkaskoversicherung nur für den Urlaubsmonat abschließen will, für den legen die Versicherer in der Regel den sehr teuren Anfänger-Beitragssatz zugrunde. Rolf Combach
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