ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2002Kinderärzte: Jugendliche sind zu dick

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Kinderärzte: Jugendliche sind zu dick

Dtsch Arztebl 2002; 99(14): A-896 / B-748 / C-700

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Jeder vierte Jugendliche leidet an Übergewicht. Foto: BilderBox
Jeder vierte Jugendliche leidet an Übergewicht. Foto: BilderBox
Behandlungserfolg stellt sich am ehesten mit Adipositas-Schulungen ein.

J eder vierte Jugendliche in Deutschland leidet an Übergewicht, ein Prozent aller Jugendlichen ist extrem übergewichtig. Mit dieser Problematik befasste sich der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf seinem diesjährigen Kongress in Weimar.
Nach Auffassung des Verbandes ist das Problem auf mittlere Sicht nur mit integrativen Ansätzen zu bewältigen. Daran müssten neben den Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern auch Schulen, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Psychologen und nicht zuletzt die Kinder- und Jugendärzte als die Hausärzte dieser Gruppe mitwirken. Am ehesten stelle sich der Erfolg mit Adipositas-Schulungen ein. So habe die „Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendlichenalter“ (www.a-g-a.de) Leitlinien für ein Schulungsprogramm erarbeitet. Ziele sind die Förderung der Kompetenz und Verhaltensänderungen in Ernährung, Sport, Freizeitgestaltung sowie im Umgang mit Erkrankungen.
Eine stationäre Gewichtsreduktion sei zwar erfolgreich, ihre Langzeitwirkung jedoch fraglich. Für Verhaltensänderungen sei ein Zeitraum von ein bis zwei Jahren nötig. Dazu müsse ein Netz von Schulungsteams aufgebaut werden. Die Kinderärzte forderten zudem eine Gesundheitssteuer auf besonders ungesunde Ernährung („Junk Food“).
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