ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Arztzahlen: Die Realität
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LNSLNS . . . Leitende Ärzte werden mit immer mehr Assistenten konfrontiert, die immer weniger anwesend sind, und delegieren immer mehr Verwaltungsarbeit an diese ab. Anfänger spüren so immer seltener, dass ihre Ausbildung den Chefs und Oberärzten wirklich am Herzen liegt. Das Pflegepersonal ist zu sehr mit der Entwicklung seiner
Eigenständigkeit beschäftigt und versucht ärztliche Weisungen oder Hilfsleistungen als minderwertige Beschäftigungen zu vermeiden. Verwaltungen versuchen nur zu sparen, selbst wenn Ärzten Leistungen vorenthalten werden, die ihnen zustehen.
Wer dies als überzogen einschätzt, dem diene ich gerne mit reichlichen Beispielen, die den Rahmen eines Leserbriefes sprengen würden. Viel Arbeit und lange Arbeitszeiten gab es für Ärzte schon immer, und trotzdem gab es nicht so viele Ärztinnen und Ärzte, die aus der Akutversorgung fliehen.
Patienten kommen in Krankenhäuser, um ärztlich behandelt zu werden. Wenn die Verwaltungsarbeit am wichtigsten für Menschen ist, dann sind diese am besten auf einem Amt aufgehoben . . .
Dr. med. Wilhelm Krick,
Marienstraße 5, 31582 Nienburg
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