ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Malignominzidenz bei Myositiden

MEDIZIN: Referiert

Malignominzidenz bei Myositiden

Dtsch Arztebl 2002; 99(15): A-1023 / B-849 / C-794

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LNSLNS Eine Untersuchung aus Australien unterstreicht die Bedeutung entzündlicher Muskelerkrankungen als Marker für eine möglicherweise zugrunde liegende maligne Grunderkrankung. 537 Patienten mit bioptisch gesicherter Myositis (Dermatomyositis, Polymyositis, Einschlusskörperchen-Myositis) wurden auf das Vorliegen maligner Grunderkrankungen untersucht. Ein Malignom konnte bei jedem fünften Patienten (104 Patienten) nachgewiesen werden, drei Viertel hiervon innerhalb einer Woche nach Diagnose der Myositis. Das höchste Risiko für Malignome wiesen Fälle von Dermatomyositis auf (relatives Risiko 6,2), aber auch die Einschlusskörperchen-Myositis (relatives Risiko 2,4). Auch wenn das Risiko für Malignomerkrankungen initial am höchsten war und im Laufe der Zeit abnahm, zeigte sich fünf Jahre nach der Diagnosestellung das relative Risiko für Malignome bei dieser Grunderkrankung mit 1,6 erhöht.
Diese Daten unterstreichen nach Ansicht der Autoren erneut den bereits bekannten Zusammenhang von entzündlichen Muskelerkrankungen und Malignomen. Letztere sollten bei Auftreten von Myositiden immer ausgeschlossen werden. acc

Buchbinder et al.: Incidence of malignant disease in biopsy-proven inflammatory myopathy. Ann Intern Med 2001; 134: 1087–1095.

Dr. Buchbinder, Department of Clinical Epidemiology, Suite 41, Cabrini Medical Centre, 183 Wattletree Road, Malvern, Victoria, Australia 3181.

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