ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Nierenprotektion durch ACE-Hemmer auch bei nichtdiabetischer Nephropathie

MEDIZIN: Referiert

Nierenprotektion durch ACE-Hemmer auch bei nichtdiabetischer Nephropathie

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LNSLNS Dass eine Therapie mit ACE-Hemmern die Progression einer diabetischen Nephropathie beim Typ-1-Diabetiker als auch bei Typ-2-Diabetikern verzögern kann, ist inzwischen durch mehrere Studien belegt.
In einer Metaanalyse von elf randomisierten kontrollierten Studien bei nicht diabetischen Hypertonikern konnte nun gezeigt werden, dass auch hier durch eine Therapie mit ACE-Hemmern die Progression einer Nephropathie verzögert werden kann. Bei insgesamt 1 860 Patienten ohne Diabetes mellitus waren antihypertensive Kombinationstherapien mit oder ohne ACE-Hemmer eingesetzt worden. Für die antihypertensive Therapie mit ACE-Hemmern konnte neben einer ausgeprägteren Blutdrucksenkung auch eine Besserung der Proteinurie als Marker der nicht diabetischen Nephropathie festgestellt werden. Dieser Effekt war um so ausgeprägter, je höher die Proteinurie zu Anfang der Behandlung war und war nicht alleine mit dem Ausmaß der Blutdrucksenkung zu erklären. Die Autoren empfehlen daher den Einsatz von ACE-Hemmern auch zur Progressionshemmung einer nicht diabetischen Nephropathie sowie bei Patienten mit arterieller Hypertonie ohne bereits manifeste Nierenschädigung. acc

Jafar TH et al.: Angiotensin-converting enzyme inhibitors and progression of nondiabetic renal disease. Ann Intern Med 2001; 135: 73–87.

Dr. S. Levy, MD, Division of Nephrology, New England Medical Center, 750 Washington Street, Box 391, Boston, MA 02111, USA.

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