ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Im Reiche des Propheten

VARIA: Bücher

Im Reiche des Propheten

Dtsch Arztebl 2002; 99(15): A-1035 / B-862 / C-806

Bär, Siegfried

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Stipendien vergeben
Zuviel Bürokratie
Siegfried Bär: Im Reiche des Propheten. Ein Führer durch die Wüsten und Oasen der deutschen Wissenschaftsforschung, mit Karikaturen von Henning Schulze. Lj-Verlag, Merzhausen, 264 Seiten 20,35 €. Bezugsquelle: www.biotech-europe.de
Wer was in der Wissenschaft werden will, muss forschen, und hierfür wird Geld benötigt. Siegfried Bär zeigt Mittel und Wege auf, um sich dieses zu beschaffen. Neben recherchiertem Material wird auf eigene Erfahrungen als Antragsteller zurückgegriffen. Pointiert, unterhaltsam und manchmal etwas polemisch beschreibt Bär, welche Eigenheit die Förderorganisationen pflegen, wie hoch der Anteil positiver Bescheide ist und welches Prestige ein bestimmtes Stipendium besitzt. Darüber hinaus werden Adressen, Eingabefristen, Formalia und Eignungsvoraussetzungen erläutert, meist gefolgt von einem kleinen Exkurs in die Geschichte der vorgestellten Förderinstitution.
Bär übt harsche Kritik an der Forschungsförderung. Diese sei bürokratisch, ineffizient, und es würden die falschen Kriterien für die Beurteilung eines Forschungsantrags herangezogen. Erfolg habe derjenige, der etablierte Konzepte präsentiert, originelle Ideen liefen Gefahr, abgelehnt oder vom Gutachter abgekupfert zu werden. Bär zitiert eine Studie aus dem Jahr 1981, nach der der bestimmende Faktor eines positiv beschiedenen Antrags der Zufall ist. Hieraus folgt, dass die Chancen mit der Zahl der Anträge steigen, frei nach der Skatregel „Wer schreibt, der bleibt“. Stephan Mertens
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