ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Klonierung: Erfolgreiches Experiment

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Klonierung: Erfolgreiches Experiment

Dtsch Arztebl 2002; 99(15): A-984 / B-816 / C-764

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Das klonierte Kaninchen ist gesund und fortpflanzungsfähig. Foto: BioProtein Technologies
Das klonierte Kaninchen ist gesund und fortpflanzungsfähig. Foto: BioProtein Technologies
Erstmals wurde ein Kaninchen aus adulten Zellen kloniert.

Französischen Wissenschaftlern sei es erstmals gelungen, aus adulten somatischen Zellen Kaninchen zu klonieren, berichtet das Fachblatt Nature Biotechnology (2002; 20: 366–369). Hierzu verwendeten Patrick Chesné und Mitarbeiter vom Institut National de la Recherche Agronomique Cumuluszellen, die mit entkerntem Metaphase-2-Ooplasma fusioniert wurden. Nach dem Transfer des Nukleus in das Ooplasma mittels Elektrostimulation wurden die Zellen mit einem Proteinkinase- und einem Proteinsynthese-Inhibitor inkubiert. Aufgrund des schnell ablaufenden Zellzyklus bei Kaninchen mussten die Inkubationszeiten bis zur Implantation des Embryos modifiziert werden, um die enge Zeitspanne, in der eine erfolgreiche Einnistung möglich ist, zu berücksichtigen.
Die Forscher erhoffen sich vom Einsatz geklonter Kaninchen Verbesserungen bei der Produktion pharmazeutischer Wirkstoffe, beispielsweise durch die Freisetzung rekombinanter Proteine in die Milch der Tiere. Ferner sei es von medizinischem Interesse, Versuchstiere zur Verfügung zu haben, die, im Gegensatz zu Nagetieren, mit dem Menschen näher verwandt seien.
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