ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2002Zeugen Jehovas: Kritik am Transfusionsverbot nimmt zu - Schlecht recherchiert

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

Zeugen Jehovas: Kritik am Transfusionsverbot nimmt zu - Schlecht recherchiert

Dtsch Arztebl 2002; 99(15): A-1000 / B-850 / C-744

Ehmann, Gerhard

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LNSLNS Von einem Artikel im DÄ erwarte ich mehr Sachlichkeit. Er ist sehr schlecht recherchiert. Zwar sind die juristischen Darlegungen korrekt, ansonsten zeigen die Verfasser, dass sie voller Vorurteile sind und keine Erfahrung im klinischen Umgang mit Patienten haben, die Zeugen Jehovas sind. Wir freuen uns über jeden Patienten, der ein Zeuge Jehovas ist. Wir schätzen die umgängliche, offene Art. Dadurch, dass ihre gewissensmäßige Entscheidung respektiert wird, ergibt sich ein hohes Maß an Vertrauen und Kooperation. Eine ganzheitliche Behandlung des Patienten muss im Interesse aller sein und führt auch bei einem limitierten Behandlungsauftrag zu guten Ergebnissen. Auffallend ist, dass ein Zeuge Jehovas im Krankenhaus nie allein gelassen ist. Er erfreut sich einer regen Anteilnahme seiner Gemeinde. Wir sehen auch dies als positiven Heilungsfaktor. Im Gegensatz zu den Verfassern kennen wir die Mitarbeiter des Krankenhausverbindungskomitees für Jehovas Zeugen als kompetent und kooperativ. Wir schätzen ihre Dienste. Eine frühzeitige Einschaltung kann Probleme vermeiden, da sie das Vertrauen der Patienten haben und mit dem nötigen Verständnis zwischen Arzt und Patient zu vermitteln suchen. Dies ist ungleich wertvoller als irgendwelche dubiosen Internetadressen.
Gerhard Ehmann, Verwaltungsleiter der Rotkreuz-Klinik, Kapuzinerstraße 2, 97070 Würzburg
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