ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Rinderseuche: Tests weiter Ländersache

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Rinderseuche: Tests weiter Ländersache

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Foto: dpa
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Die Bundesregierung drängt auf europaweite Standards.
Die Bundesregierung plant nicht, Rindfleisch ausschließlich von staatlichen Einrichtungen auf BSE testen zu lassen. Nach dem Skandal um private Labors, die Untersuchungen nicht wie vorgeschrieben wiederholt, Gewebeproben unzulässig vermischt, mangelhaft dokumentiert und Inkubationszeiten nicht beachtet hatten, waren entsprechende Forderungen laut geworden. Rund 108 000 Tests waren nach Angaben der Bundesregierung mangelhaft.
Die Zulassung der privaten Test-Labors sei Ländersache, erklärte die Bundesregierung auf eine Anfrage von Abgeordneten der FDP-Bundestagsfraktion. Die Länder seien auch verantwortlich dafür, die privaten Labors mit amtlichen Untersuchungen zu beauftragen, teilte die Regierung mit. Auf Bundesebene gebe es keinen Regelungsbedarf.
Bund und Länder haben einen Katalog entwickelt, dessen Kriterien private Labors entsprechen sollten. Außerdem soll ein Leitfaden regeln, wie die amtlichen Kontrollen privater Labors dokumentiert werden müssen. Katalog und Leitfaden sollen in den Bundesmaßnahmenkatalog BSE integriert werden. Die Bundesregierung engagiert sich zudem auf EU-Ebene für Laborstandards. Bisher gibt es keine einheitlichen Zulassungsvoraussetzungen für Labors in Europa.
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