ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Mobilfunk: Ökosiegel für Handys

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Mobilfunk: Ökosiegel für Handys

Dtsch Arztebl 2002; 99(16): A-1056 / B-856 / C-784

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Die Bundesregierung will Strahlungsarmut zum Qualitätskriterium machen.

Die Bundesregierung will das Umwelt-Gütesiegel „Blauer Engel” auch für Handys vergeben. Bundesumweltminister Jürgen Trittin möchte damit strahlungsarme Geräte auszeichnen. Er hofft, die Tendenz zu stoppen, dass neuere Handys höhere Strahlungswerte aufweisen als ihre Vorgängermodelle.
Verschiedene Handytypen können unterhalb des festgelegten Grenzwertes sehr unterschiedliche Strahlungswerte abgeben. Entscheidend ist nach Auffassung der Bundesregierung, dass der Hersteller die Minimierung der Strahlung anstrebe, um für sein Gerät den „Blauen Engel” zu bekommen. Es gelte, Strahlungsarmut zum Qualitätskriterium zu machen.
Sowohl bei Handys als auch bei Mobilfunkanlagen ist der Einfluss der elektromagnetischen Strahlung unterhalb der festgelegten Grenzwerte auf die Gesundheit umstritten. Ende März hatte das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde eines Bürgers aus Rheinland-Pfalz zurückgewiesen, der mit Attesten und Gutachten Erkrankungen auf unterhalb der Grenzwerte liegende Strahlen zurückgeführt hatte. Er wollte gegen eine Mobilfunkanlage in der Nähe seiner Wohnung vorgehen. Die Richter befanden, der Forschungsstand rechtfertige keine Zweifel an den geltenden Grenzwerten.
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