ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Pharma-Sponsoring: Wo bleibt der Patient?
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LNSLNS Ärzte gehören doch zu der Berufsgruppe mit dem meisten Ansehen in der Bevölkerung. Wie wird sich diese Einstellung ändern, wenn dieser Bericht über Pharma-Sponsoring in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird?
Es geht also „zweifellos um ein Geben und Nehmen zum beiderseitigen Vorteil“. Hier die Pharmaindustrie und dort der Mediziner. Wo bleibt der Hilfe suchende Patient? Ganz wichtig, dass wir als Ärzte „den gesunden Menschenverstand nicht an der Garderobe abgeben“. Wer hat denn Interesse an gesunden Menschen? Traditionelle Werte sind zu überprüfen. Soll das bisher für gut Gehaltene
weiterhin gelten? Die Zeiten ändern sich. Vieles wird ja nur aus Furcht vor der Veränderung beibehalten. Ärzte können einer neuen, unabhängigen Lebensaufgabe folgen, deren Sinn und Chance darin liegt, anderen zu helfen, ihre Träume auf finanziellen und anderen Gebieten zu erfüllen, um die Lebensqualität zu erhöhen. Schönheit von innen und außen und die Vorstellung von einem langen Leben in Gesundheit sind in das Bewusstsein der Bevölkerung eingedrungen.
Dr. med. Lothar O. Schaufler, Geppertstraße 4, 77815 Bühl
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