ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Mammographie: Übers Ziel geschossen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Dank der bisher unübersichtlichen Gesundheitspolitik ist jeder Arzt der übermäßigen Sympathie für die derzeitige Gesundheitspolitik unverdächtig. Mit Ihrem Artikel schießen Sie allerdings kräftig über das Ziel hinaus.
Zwar wehrt man sich gegen die Eingriffe der Politik in das Gesundheitswesen nicht zu Unrecht, aber hier, wo eigentlich wir Ärzte genuin gefordert wären, für unsere Patientinnen klare „Leitlinien“ zu schaffen, wollen Sie plötzlich die Ministerin verantwortlich machen.
Wenn doch, wie Sie sagen, die Malaise der Brustkrebsfrüherkennung „seit Jahren bekannt“ ist, dann muss sich die Ärzteschaft allen Ernstes fragen lassen, wieso sie nicht selbst in der Lage war, dieses offenbare Qualitätsdefizit in eigener Regie abzustellen! Sich jetzt entrüstet über die zögerliche Politik zu mokieren, steht uns nicht besonders gut an, sondern die rasche Übernahme der Initiative zur Fehlerkorrektur, denn bisher haben sich die Ärzte nicht gerade intensiv in diesem Bereich um ein „Qualitätsmanagement“ bemüht.
Zu kritisieren gibt es genug, nur hier ist die Frage erlaubt, ob diese Aufforderung zu staatlicher Lenkung nicht ein Schuss nach hinten werden kann.
Dr. med. Georg Martz, Austraße 16,
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige