ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Thromboseprophylaxe: Länger ist besser

MEDIZIN: Referiert

Thromboseprophylaxe: Länger ist besser

Dtsch Arztebl 2002; 99(16): A-1094 / B-910 / C-852

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LNSLNS Da die optimale Zeitdauer einer Thromboseprophylaxe für chirurgische Patienten umstritten ist, wurden in einer Metaanalyse die Daten publizierter Studien ausgewertet. Neun Studien mit insgesamt 3 999 Patienten konnten ausgewertet werden, bei acht Studien wurde niedermolekulares Heparin verwendet, bei einer Studie unfraktioniertes Heparin. Dabei reduzierte eine langfristige Prophylaxe für 30 bis 42 Tage die Rate der symptomatischen Thromboembolien von 3,3 Prozent auf 1,3 Prozent, die Rate der asymptomatischen Thromboembolien (Radiofibrinogentest) wurde sogar von 19,6 Prozent auf 9,6 Prozent gesenkt. Die Effektivität einer Thromboseembolieprophylaxe war bei Patienten mit Hüftgelenkersatz ausgeprägter als nach Kniegelenkersatz. Bei der Langzeittherapie waren geringfügige Blutungen häufiger. Nach Ansicht der Autoren verhindert die längerfristige Thromboseprophylaxe bei diesem Patientenkollektiv das Auftreten von Thromboembolien besser. acc

Eikelboom et al.: Extended-duration prophylaxis against venous thromboembolism after total hip or knee replacement: a meta-analysis of the randomised trials. Lancet 2001; 358: 9–15.

Dr. Quinlan, Department of Radiology, Kings College Hospital, London SE5 9RS, England.

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