ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2002Juckreiz: Eine diagnostische und therapeutische Crux

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Juckreiz: Eine diagnostische und therapeutische Crux

Dtsch Arztebl 2002; 99(16): A-1096 / B-930 / C-874

Wassilew, Sawko Wassil

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LNSLNS Zusammenfassung
Juckreiz ist ein Symptom vieler Krankheiten. Dennoch sind seine verschiedenen Ursachen bisher wenig abgeklärt. Das Problem Juckreiz ist somit eine besondere Herausforderung für einen gut ausgebildeten Dermatologen. Der folgende Artikel schlägt eine Methode zum Umgang mit Patienten, die unter Juckreiz leiden, vor. Dermatologische und systemische Ursachen für Juckreiz werden dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der Behandlungsmethoden für Juckreiz bei Urtikaria, atopischer Dermatitis und für cholestatischen und urämischen Juckreiz. Bisher gibt es keine Einzelsubstanz, die einen weitreichenden Effekt bei der Behandlung von Juckreiz unterschiedlicher Erkrankungen hat. Aber der Gebrauch verschiedener Substanzen mit unterschiedlichen Wirkungen, wie topische Substanzen, Antihistaminika, Corticosteroide, Antidepressiva, Opiatantagonisten, und Serotonin-Rezeptorantagonisten ermöglichen eine erfolgreiche individuelle Behandlung bei vielen Patienten.

Schlüsselwörter: Juckreiz, Antihistaminika, Corticosteroide, Antidepressiva, Opiat-, Serotonin-Antagonist

Summary
Pruritus: Difficulties in Diagnosis and Therapy
Itching may be one of the major symptoms of very different diseases although it remains poorly studied. The problem of pruritus is perhaps the ultimate challenge to the skilled dermatologist. This article suggests an approach to the work-up of a patient who suffers from
pruritus. The dermatologic and systemic causes of pruritus are discussed with detailed review of treatments used for pruritus in urticarias, atopic dermatitis, cholestatic, and uremic pruritus. Since there is no single drug covering the whole spectrum for the treatment of pruritus yet, the use of different agents such as topical chemicals, antihistamines, corticosteroids, antidepressants, opiate antagonists, serotonin receptors antagonists etc., may provide benefit in many individual patients.

Key words: pruritus, antihistamines, corticosteroids, antidepressants, opiate antagonist, serotonin antagonist


Der Juckreiz ist neben Schmerzen die häufigste subjektive Missempfindung, über die von Patienten in der dermatologischen Praxis geklagt wird. Er kann definiert werden als eine durch einen Reiz ausgelöste Juckempfindung, die mechanische Abwehrreaktionen, wie Kratzen, Reiben, Drücken und Kneifen, provoziert. Die Betroffenen empfinden ihn als lästig bis qualvoll. Er kann zur eingeschränkten Arbeitsfähigkeit oder Schlaflosigkeit und letztlich zu physischer und psychischer Erschöpfung führen.
Die Entstehungsursachen des Juckreizes sind vielfältig, und das gesicherte Wissen von ihnen ist im Einzelfall noch sehr begrenzt. Daraus resultiert, dass es nicht „den“ Juckreiz gibt, sondern ursächlich unterschiedliche Formen bei verschiedenen juckreizassoziierten Krankheiten. Der pruritogene Stimulus ist bei all diesen Erkrankungen letztlich oft nicht identifiziert, und es ist wahrscheinlich, dass verschiedene Pruritogene beteiligt sind.
Juckreiz kann exogen und endogen ausgelöst werden. Polymodale Nozizeptoren sind an der Empfindung von Juckreiz beteiligt. Sie bestehen zu 80 bis 90 Prozent aus unmyelinisierten C-Fasern und enervieren die distalen Bereiche der Haut. Eine Deepidermisierung der Haut geht mit einer Auslöschung des Phänomens Juckreiz einher. Nicht alle anatomischen Strukturen und Prozesse, die an der Entstehung des Juckreizes beteiligt sind, können klar definiert werden. Dennoch sind heute eine Fülle ganz unterschiedlicher pruritogener Stimuli bekannt. Viele chemische Substanzen können pruritogen wirken. Hierzu gehören die biogenen Amine, Histamin und Serotonin als die am besten untersuchten Substanzen, aber auch Proteasen und Neuropeptide, zum Beispiel Substanz P, die oft als Histaminliberatoren pruritogen wirksam werden. Endorphine und Prostaglandine können die Histamineffekte potenzieren. Enzyme, wie Endopeptidasen in entzündlichen Infiltraten, können C-Fasern direkt, das heißt ohne Freisetzung von Histamin, aktivieren und zu Juckreiz führen. Substanzen, wie Opioide, können ebenfalls Juckreiz induzieren oder Stimuli potenzieren, die pruritogen wirken können (13, 27, 39). Auch verbale oder visuelle Suggestionen können Juckreiz auslösen, Kratzen kann im Sinne eines Circulus vitiosus Juckreiz verstärken.
Für den Dermatologen stellt der Juckreiz eine im Berufsalltag stetig wiederkehrende Herausforderung in Bezug auf diagnostische Notwendigkeiten und therapeutische Möglichkeiten dar.
Diagnostische Notwendigkeiten
Die wirksamste Therapie ist stets eine kausale, die in der Lage ist, die Ursache der Erkrankung auszuschalten. Die kausale Behandlung des Juckreizes verlangt somit die diagnostische Abklärung seiner Ursache. Hierzu gehören eine sorgfältige anamnestische (Textkasten 1), klinische (Textkasten 2), biochemische, eventuell histologische und manchmal psychosomatische Untersuchung, um Medikamente, Infektionen, Stoffwechselkrankheiten, Tumoren oder Dermatosen als Ursache des Pruritus zu diagnostizieren (Textkasten 3 und 4). Leider gelingt die Abklärung der Juckreizursache nicht bei allen Patienten.
Der generalisierte Juckreiz weist häufig auf eine medikamentöse oder tumoröse Genese hin und tritt häufig bei systemischen Krankheiten auf. Lokalisierter Juckreiz wird häufig bei Infektionskrankheiten der Haut, aber auch beim atopischen Ekzem gefunden. Kontinuierlicher Juckreiz deutet auf systemische Erkrankungen hin (Textkasten 4). Situationsbedingter Juckreiz kann durch berufliche Tätigkeiten hervorgerufen werden, aber auch psychogene Ursachen haben.
Die diagnostische Einordnung von Hautveränderungen, die auf juckreizassoziierte Erkrankungen hinweisen können, erfordert in der Regel dermatologisches Wissen. Häufig erklärt eine Ekzemmorphe mit Erythem, Seropapeln und Schuppung, lokalisiert oder generalisiert, den Juckreiz (Textkasten 2). Die Ursachen dieser Hautentzündungen sind vielfältig. Ekzeme können endogen und exogen ausgelöst werden. Eine Ekzemmorphe besteht insbesondere auch bei vielen Infektionskrankheiten der Haut (Textkasten 3).
Zur Abklärung der juckreizassoziierten Hautkrankheiten sind mikrobiologische, allergologische und histopathologische Untersuchungen unerlässlich.
Bei der Abklärung des generalisierten Juckreizes ist somit interdisziplinäre Zusammenarbeit sinnvoll. Bei Verdacht auf auslösende Medikamente wie Bleomycin, Captopril, Clonidin, Gold, Hydroxyäthylstärke, Propafenon Pyritinol (modifiziert nach Bork 1998), Nahrungsmittel oder Nahrungsmitteladditiva sind oftmals aufwendige, stationäre Testexpositionen notwendig. Immer sollte an die Auslösung durch Hydroxyäthylstärke (21, 26) gedacht werden. Auch muss an Juckreiz als paraneoplastisches Phänomen gedacht und durch sorgfältige Untersuchungen abgeklärt werden. Da Juckreiz lange der Entdeckung eines Tumors vorausgehen kann, sind Kontrolluntersuchungen angezeigt.
Therapeutische Möglichkeiten
Anzustreben ist immer die kausale Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung, aber auch Juckreiz mit einer nicht geklärten oder nicht therapierbaren Ursache erfordert bei den betroffenen Patienten eine aufwendige und durchaus erfolgreiche Suche nach einer wirksamen, symptomatischen Therapie.
Im Gegensatz zur insbesondere tumorinduzierten Schmerztherapie, zu der es ein von der WHO empfohlenes Stufenkonzept in Abhängigkeit von der Schmerzintensität gibt, existiert ein solches, institutionell abgesichertes Stufenkonzept für die Therapie des Juckreizes nicht. Hinzu kommt, dass seine Intensität schwer zu messen ist. Bisher werden im Wesentlichen visuelle Analogskalen in Bezug auf Juckreizintensität oder Kratzhäufigkeit angewendet. Ihre Verwendung, insbesondere auch in klinischen Studien, ist unbefriedigend, was die Entwicklung therapeutischer Konzepte, die evidenzbasiert sind, erschwert und bisher unmöglich macht (18, 24). Auch kompliziertere Juckreizerfassungen haben dieses Problem bisher nicht gelöst (6).
Juckreiz jeglicher und auch unbekannter Ursache kann durch einige Allgemeinmaßnahmen, wie regelmäßige Hautpflege mit rehydratisierenden und rückfettenden Externa sowie leichte Kleidung, vorzugsweise aus Baumwolle, gemildert werden (Textkasten 5). Zusätzlich stehen dem Arzt eine Fülle lokaler Behandlungsmöglichkeiten, unter anderem kühlende Lotionen und Cremes, Corticosteroide, Capsaicin, Antihistaminika, Doxepin und Tacrolimus zur Verfügung. Für die systemischen Maßnahmen gegen den Juckreiz eignen sich Antihistaminika, Corticosteroide, Opiatantagonisten, Antidepressiva, zum Beispiel Doxepin, Ondansetron, Aspirin, Thalidomid und Ciclosporin. Mit UVB-Phototherapie, PUVA-Therapie, Bade-PUVA-Therapie, UVA-1-Phototherapie oder transkutaner Nervenstimulation lässt sich auf physikalischem Wege der Juckreiz mildern. In der Regel führt erst die individuelle Kombination zum Erfolg, insbesondere wenn die Ursache des Juckreizes nicht geklärt werden konnte.
Zur Lokalbehandlung des Juckreizes eignen sich neben einer sorgfältigen Hautpflege kühlende Lotionen und Cremes oder kühle, feuchte Umschläge.
Topische Corticosteroide der Wirkstoffgruppen 2, 3 und 4, die potente, fluorierte Glucocorticoide enthalten, sind zur Therapie des Juckreizes gut geeignet, wenn auch nur diskrete Anzeichen für ein Ekzem vorliegen. Ihr Einsatz ist zeitlich begrenzt, bei Kindern sollten sie nicht großflächig angewendet werden.
Capsaicin, ein Inhaltsstoff des Cayennepfeffers, hat sich bei unterschiedlichen pruritusassoziierten Erkrankungen zur Linderung des Juckreizes bewährt. Nach wiederholter, lokaler Anwendung von 0,025 bis 0,075 Prozent Capsaicincreme werden konsekutiv die Substanz-P-Speicher der C-Nervenfasern entleert, sodass kein Juckreiz ausgelöst werden kann (25, 29, 35).
Die Wirksamkeit topischer Antihistaminika ist umstritten. Aufgrund ihrer irritierenden Wirkung sollten sie zur Lokalbehandlung nicht mehr eingesetzt werden. Doxepin, ein trizyklisches Antidepressivum, ist ein sehr effizienter Blocker der H1- und H2-Rezeptoren. Seine topische Anwendung, fünfprozentig in Creme oder Lösung, soll den Juckreiz bei ekzematischen Hautveränderungen wirksam lindern (8). Eine fünfprozentige Doxepincreme ist in Deutschland nicht im Handel, in den USA ist sie als Xepincreme erhältlich. Den positiven Berichten zu ihrer Wirksamkeit (14) steht eine kritische Würdigung seiner Effizienz im Drugs and Therapeutics Bulletin entgegen. Die Autoren dieses Bulletins bemängeln fehlende kontrollierte Studien, weisen auf den hohen Preis der Creme hin und sprechen sich zusammenfassend gegen ihre Verwendung aus (9).
Tacrolimus (FK 506) wurde 1984 aus dem japanischen Bodenpilz Streptomyces tsukubaensis isoliert. Die therapeutische Wirksamkeit und die niedrige Nebenwirkungsrate konnten in mehreren Langzeitstudien bestätigt werden (28). Die Substanz ist in Deutschland zur Lokalbehandlung noch nicht im Handel.
Die UVB-Phototherapie wird insbesondere bei cholestatischem und urämischem Juckreiz eingesetzt. Initialdosis und sukzessive Dosissteigerungen richten sich nach der individuellen Empfindlichkeit (Hauttyp) des zu behandelnden Patienten. Dies gilt auch für die PUVA-Therapie, zum Beispiel gegen aquagenen Juckreiz (15), und UVA-1-Phototherapie bei atopischem Ekzem, wobei bei Letzterer die notwendige Dosierung noch nicht exakt eruiert wurde. Bei der Phototherapie muss bedacht werden, dass insbesondere bei Überdosierung kurzzeitig Juckreiz induziert werden kann. Dem positiven Effekt gegen Juckreiz durch transkutane, niedervoltige Nervenstimulation liegen vereinzelte nichtkontrollierte Berichte vor (39).
Die klassischen Antihistaminika sind H1-Rezeptorantagonisten und werden regelhaft gegen Juckreiz systemisch eingesetzt. Ihre Wirksamkeit ist abhängig von der Pathogenese des Juckreizes und bei juckreizassoziierten Erkrankungen mit Ekzemmorphe in der Regel enttäuschend. Bei der Juckreizbehandlung ist die sedierende Wirkung der klassischen Antihistaminika erwünscht. Nebenwirkungsprofil und Kontraindikationen müssen beachtet werden.
Systemische Glucocorticosteroide sind bei Ekzemerkrankungen besonders wirksam, können allerdings nur zeitlich limitiert eingesetzt werden. Eine Dosierung von 0,5 bis 0,75 mg/kg Körpergewicht Prednisolon pro Tag ist in der Regel ausreichend.
Als Opiatantagonist zur oralen Therapie des Juckreizes steht in Deutschland Naltrexon zur Verfügung, ist für diese Indikation aber nicht zugelassen. Die Dosierung wird mit 50 mg einmal täglich angegeben (17). Nalmefen wird ebenfalls als wirksam beschrieben (2). Als wichtigste Nebenwirkung ist auf die Provokation einer Entzugssymptomatik bei Opiatabhängigen mit Juckreiz zu achten.
Antidepressiva haben häufig serotoninantagonistische Wirkungen, ohne dass untersucht wurde, ob diese für die antipruritogene Wirksamkeit verantwortlich sind. Dies gilt zum Beispiel für das Antidepressivum Venlafaxin, einem Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Das orale Doxepin, ein trizyklisches Antidepressivum, ist gleichzeitig ein hochpotenter H1- und H2-Antagonist und kann in unterschiedlich hoher, oraler Dosierung ebenfalls zur Behandlung von Juckreiz eingesetzt werden (38).
Seit einigen Jahren werden Erfolge bei der Therapie des Juckreizes mit 5-Hydroxytryptamin-Serotyp-3- (5HT3-)Rezeptorantagonisten berichtet. Es wurden vier Haupttypen von 5-Hydroxytryptamin-Rezeptoren klassifiziert. Die unterschiedlichen HT-Rezeptoren können in Subgruppen zusammengefasst werden, die aufgrund ihrer Aminosäurensequenz gebildet werden. Verschiedene Serotonin-Rezeptorantagonisten (5HT1, 2 und 4) befinden sich zum Beispiel als Migränemittel (Methysergid) oder als Antiallergikum und Appetitstimulanz (Cyproheptadin) im Handel, ohne dass die antipruritogene Wirksamkeit dieser Substanzen detailliert untersucht wurde.
Aspirin wurde bei Schwangerschaftspruritus effizienter als Antihistaminika beschrieben, wenn keine Hautveränderungen bestanden (40).
Thalidomid hat sich bei einigen Hauterkrankungen als wirksam erwiesen, insbesondere auch bei juckreizassoziierten Dermatosen, wie Prurigo nodularis (19, 31).
Calciumgluconat, als zehnprozentige Injektionslösung, i. v. oder i. m. appliziert, wird immer noch zur Juckreizbehandlung eingesetzt, obgleich keine Beweise für eine antipruritogene Wirksamkeit vorliegen.
Behandlung ausgewählter Erkrankungen mit Juckreiz
Urtikaria
Am günstigsten ist die diagnostische Abklärung und Therapie des Juckreizes bei der akuten Urtikaria. Pathophysiologisch im Wesentlichen durch Histamin oder Histaminliberation hervorgerufen, gelingt in der Regel die symptomatische Therapie mit H1-Rezeptor-Antagonisten, den klassischen Antihistaminika und auch den nichtsedierenden Antihistaminika der so genannten zweiten Generation. Ursächlich kommen häufig Medikamente, Nahrungsmittel oder Nahrungsmitteladditiva infrage, die in den meisten Fällen gemieden werden können, nachdem sie durch sorgfältige Testexpositionen identifiziert wurden.
Weit weniger erfolgreich sind die diagnostischen und therapeutischen Bemühungen bei der chronischen Urtikaria, die histologisch oft durch eine Vaskulitis gekennzeichnet ist und bei der der Pathomechanismus des Juckreizes weitgehend unbekannt ist. Antihistaminika sind selten ausreichend wirksam, zum Beispiel Fexofenadin-HCl (10). Da man heute davon ausgeht, dass Autoimmunphänomene bei der chronischen Urtikaria eine Rolle spielen, sind erfolgreiche Therapien mit Ciclosporin A und intravenöser Immunglobulingabe beschrieben (30).
Hautkrankheiten mit Ekzemmorphe
In vielen Punkten ungeklärt ist auch der Pathomechanismus des Juckreizes bei Hautkrankheiten, die durch eine Ekzemmorphe gekennzeichnet sind. Vieles weist auf Mediatoren hin, die durch T-Zell-Einwanderung gebildet werden. Histamine oder Histaminliberatoren spielen eine unterschiedliche, meist untergeordnete Rolle. Dies erklärt, warum Antihistaminika zur Therapie von Krankheiten mit Ekzemmorphe bestenfalls eine unterstützende Rolle spielen können. Wichtig ist, bei dieser Erkrankungsgruppe die Ursache der Hauterkrankung zu diagnostizieren, was in vielen Fällen durch Erregernachweis, zum Beispiel Milben oder pathogene Pilze, gelingt und eine kausale Therapie erlaubt. Tumoren, wie Frühstadien primärer T-Zell-Lymphome der Haut, müssen histologisch ausgeschlossen werden.
Atopisches Ekzem
Nicht immer ist es möglich, die Ursache eines Ekzems zu therapieren, wie zum Beispiel beim atopischen Ekzem, bei dem der Juckreiz durch exogene und endogene Faktoren verstärkt werden kann. Diese Triggermechanismen müssen sorgfältig anamnestisch eruiert werden. So können Irritationen über externe mechanische Reize, zum Beispiel Wollfasern, die dem Phänomen der Allokinesis entsprechen, vermieden werden. Bei der Therapie des Pruritus beim atopischen Ekzem spielt neben allgemeinen Maßnahmen in erster Linie die Abregulation der Entzündung eine Rolle (13). Diese gelingt durch externe oder interne Glucocorticoide. Eine antipruritogene Wirkung hat auch die UV-Bestrahlung, je nach Akuität alleine oder in Kombination mit den genannten Lokalmaßnahmen. Gegen Juckreiz wirksam bei der atopischen Dermatitis ist auch das Doxepin, ein trizyklisches Antidepressivum mit potentem H1- und H2-Antagonismus, welches lokal und oral eingesetzt werden kann (8). Es zeichnet sich ab, dass auch andere Substanzen, die immunsuppressiv spezifisch wirksamer sind als Glucocorticoide, wie unter anderem Ciclosporin A oder Tacrolimus, lokal und systemisch erfolgreich zur Behandlung des Juckreizes eingesetzt werden können (10b).
Prurigoerkrankungen
Eine Sonderform der Erkrankungen mit Ekzemmorphe sind die Prurigoerkrankungen. Sie entstehen häufig durch andauerndes Kratzen bei Juckreiz durch internistische Erkrankungen. Die Therapie erfolgt analog der der atopischen Dermatitis. Glucocorticoide können hier zusätzlich in Form von Kristallsuspensionen intrafokal injiziert werden. In Ausnahmesituationen hat sich die Gabe von Thalidomid bewährt (19, 31).
Juckreiz bei internen Erkrankungen
Juckreiz bei internen Erkrankungen geht oft mit trockener Haut und Prurigopapeln einher. Er erfordert immer die Therapie der Xerosis und die Durchführung der genannten allgemeinen Maßnahmen.
Cholestatische Lebererkrankungen
Pruritus bei cholestatischen Lebererkrankungen kann durch die Therapie mit UVB-Radiatio und Colestyramin gehemmt werden. Naltrexon oral (17) und i. v. (2) werden ebenfalls als wirksam beschrieben. Im Vergleich mit Placebo reduzierte orales Nalmefen in langsam ansteigender Dosierung bis zu 20 mg zweimal täglich die Juckreizintensität, gemessen als Kratzaktivität, signifikant (3).
Es liegen auch Mitteilungen über die Wirksamkeit von Serotoninantagonisten, insbesondere in Bezug auf Ondansetron, vor. Bereits 1993 wurden Fallberichte publiziert, die eine gute Wirksamkeit von Ondansetron gegen Pruritus bei Cholestase beschrieben (32). 1995 wurde eine placebokontrollierte Studie mit allerdings nur zehn Patienten publiziert. Alle litten an einer cholestatischen Lebererkrankung unterschiedlicher Genese mit assoziiertem Pruritus, der von den Patienten auf einer Skala von „0 = kein Pruritus“ bis „10 = maximaler Pruritus“ mit mindestens der Intensität 7 angegeben wurde. Alle Patienten waren erfolglos konventionell mit Antihistaminika, mit Colestyramin und – falls erforderlich – mit Ursodesoxycholsäure behandelt worden. Diese Patienten erhielten Ondansetron in der Dosierung von 8 mg in physiologischer NaCl-Lösung ein- bis dreimal pro Tag intravenös appliziert. Die Placebobehandlung erfolgte mit physiologischem NaCl. Nach der Injektion kam es zu einer Reduktion der Pruritusintensität um 80 bis 100 Prozent. Ein reproduzierbarer Effekt mit einer Reduktion um mindestens 50 Prozent des Juckreizes hielt für zwei bis sechs Stunden nach Injektion an (33). Bemerkenswert ist, dass auch die intravenöse Gabe von physiologischer NaCl-Lösung bei 30 Prozent der Patienten zu einer Reduktion des Juckreizes führte.
In einer weiteren placebokontrollierten, doppelblinden Crossover-Studie bei 18 Patienten wurde mit der Dosierung von 8 mg Ondansetron dreimal täglich per os behandelt. Die Juckreizintensität wurde auch in dieser Untersuchung mit einem visuellen Score von null bis zehn mehrmals täglich gemessen. Zusätzlich wurde der Verbrauch einer antihistaminhaltigen Salbe dokumentiert. In dieser Studie wurde nach Aussagen der Autoren ein kleiner, aber signifikanter Effekt auf den Juckreiz bei chronischen Lebererkrankungen ganz unterschiedlicher Genese beschrieben (20). In den beiden kontrollierten Studien wurde der HT3-Rezeptorantagonist Ondansetron gut vertragen. Der erwünschte Effekt hielt jeweils nur für die Dauer der Gabe an.
Renaler Juckreiz
Besonders quälend ist der dialyseassoziierte Pruritus bei terminaler Niereninsuffizienz (36). Als hilfreich hat sich die UVB-Strahlentherapie erwiesen, die deutlich zur Juckreizlinderung beiträgt (16). Eine ausreichende Therapie der renalen Anämie mit Erythropoetin kann ebenfalls hilfreich sein. So konnte gezeigt werden, dass die Histaminspiegel im Blut durch Erythropoetin gesenkt werden (7). Von kurzfristigem oder keinem Erfolg sind Morphinantagonisten, wie Naltrexon (22, 23). Thalidomid, dessen Wirkung ursprünglich bei Leprapatienten unter Dialyse festgestellt wurde, soll ebenfalls positive Wirkungen auf den urämischen Pruritus haben (34).
Kasuistisch wurden Erfolge mit Ondansetron publiziert, unter anderem ein Bericht, bei dem elf Patienten innerhalb von zwei Wochen unter der Therapie mit zweimal täglich 4 mg Ondansetron per os keinen Juckreiz mehr angaben (1). Die Messung des Juckreizes erfolgte in diesem Bericht mithilfe einer Punkteskala, die sich aus Juckreizintensität, -frequenz und
-verteilung sowie Anzahl der Schlafstunden und Häufigkeit des Erweckens ergab. Eine ursächliche Therapie des urämischen Juckreizes ist nur durch Nierentransplantation möglich, die zu sofortigem Verschwinden des Juckreizes führt.
Psychogener Juckreiz
Nach Ausschluss aller anderen Ursachen kann ein psychogener Juck-
reiz vermutet werden. Hier könnte eine Kurzzeittherapie mit Psychopharmaka versucht werden. In der Regel wird man jedoch psychotherapeutische und/oder verhaltenstherapeutische Verfahren in Erwägung ziehen müssen (4, 29, 37).
Idiopathischer Juckreiz
Die Mehrzahl der Patienten, bei denen eine Ursache ihres Juckreizes nicht gefunden wird, kann von ihrem Juckreiz zumindest temporär befreit werden. Hierzu ist in der Regel eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Bezüglich der einsetzbaren therapeutischen Möglichkeiten muss leider gesagt werden, dass nur wenige kontrollierte Untersuchungen bezüglich des Einsatzes der zitierten Medikamente bei bestimmten Erkrankungen vorliegen. Keine der zitierten Studien erfüllt die CONSORT-Checkliste (12). Es muss letztlich Einzelentscheidungen überlassen werden, welche Therapie eingesetzt wird. Die publizierten Einzelfälle und Studien belegen segensreiche Effekte für einzelne Patienten oder -gruppen.

Manuskript eingereicht: 23. 8. 2001, revidierte Fassung angenommen: 30. 10. 2001

zZitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2002; 99: A 1096–1102 [Heft 16]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift des Verfassers:
Prof. Dr. med. Sawko Wassil Wassilew
Dermatologische Klinik
Klinikum Krefeld
Lutherplatz 40
47805 Krefeld
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